Man stelle sich vor, man geht in ein Theater und ZACK! Man ist eingeschlossen mit Verrückten, die natürlich auch noch behaupten, dass sie nicht verrückt sind, die natürlich noch gar nicht wissen, dass sie womöglich tatsächlich verrückt sind.
Schlimmer als das, sie schreien einem entgegen:
„Willkommen bei Metadrama! Es stellen sich vor: vier Zuschauer. Und beileibe, man muss schon einen exquisiten Kunstgeschmack haben, um die Nichtpräsentation eines Stückes als die großartigste Kunst zu begreifen!”
Hä?, denkt man sich. „Kein Stück?“
Ja, jetzt wird es brenzlig. Und es bedarf geballter geistiger Gewitztheit, um dieses Verwirrspiel zu dechiffrieren. Das Problem: Aus dem Theatersaal kann man nun nicht mehr hinaus, denn falls dies wirklich ein Stück ist, Nichtpräsentation gleich Präsentation heißt, und Zuschauer Protagonisten mimen, so würde man mit Verlassen des Saales Kunst zerstören. Unmöglicher Frevel! Und falls dies kein Stück ist? Ja, dann wäre man natürlich ordentlich angeschmiert…
Es drängt sich auf, ein Abend des engstirnigen Unsinns, voller absurder Abstraktion, voller philosophischer Obszönität. Man wird sich selbst fragen müssen: Was passiert hier? Und ist dies überhaupt wichtig zu wissen? Zu benennen wäre falsch, denn wer benennt, schränkt ein. Wir tischen also auf: STÜCK NAMENLOS