Die Mutter - Мать - sowjetischer Spielfilm (88 Minuten), Regie: Wsewolod Pudowkin aus dem Jahr 1926 nach dem Roman von Maxim Gorki.
Der Film zeigt eine Arbeiterfamilie in Sankt Petersburg im Revolutionsjahr 1905. Zwischen dem alkoholabhängigen Vater und dem Sohn der Familie Wlassow gibt es innerfamiliäre Spannungen, beide sind zudem politisch auf verschiedenen Seiten aktiv. Sohn Pawel versteckt Schusswaffen im Haus und bereitet in der Arbeiterbewegung einen Streik vor, der Vater ist gegen die Revolutionäre.
Die Romanvorlage von Maxim Gorki (1886-1936) gilt als der erste und einer der wichtigsten Romane des Sozialistischen Realismus. Der Autor verarbeitete den Petersburger Blutsonntag und richtet sich an die Arbeiterklasse zum Kampf gegen die bestehende Herrschaft des Zaren und des Adels auf
„Pudowkins Stummfilmadaption des Gorki-Romans bedient sich auf geniale Weise dramatischer, lyrischer und agitatorischer Ausdrucksmittel, die zu musikalischen Strukturen organisiert sind und in einer furiosen Hymne auf die Macht der revolutionären Veränderung gipfeln. Obwohl die private Geschichte in symbolischer Verknappung zur politischen Parabel stilisiert wird, bleiben die eindrucksvollen Bildmetaphern Bestandteil der Handlung und lassen den Darstellern Raum zur psychologischen Vertiefung der Charaktere, die weit mehr als bloße sozialistische Modelltypen sind.“ Lexikon des internationalen Films
„Die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Gorki gehört zu den filmkünstlerisch richtungsweisenden Werken der russischen Stummfilmzeit.“ Evangelischer Filmbeobachter
Tickets an der Kasse: normal 10 € / erm. 8 €
Richard Siedhoff begleitet seit 2008 Stummfilmklassiker mit Eigenkompositionen und konzipierten Improvisationen am Klavier und gilt als einer der gefragtesten Talente auf seinem Gebiet. Neben unzähligen kleinen Veranstaltungen gastiert er regelmäßig auf den Internationalen Stummfilmtagen Bonn, im Filmmuseum München, im Filmpodium Zürich, im Zeughaus Kino Berlin und zahlreichen anderen Stummfilmevents im In- und Ausland. Einige seiner Musiken hat er bereits für DVD-Veröffentlichungen eingespielt. Er tritt auf Festivals in der Schweiz, Österreich, Italien, Schottland, Thailand, Süd Korea und China auf. Vermehrt schreibt Siedhoff auch Stummfilmbegleitungen für Kammerensemble und Orchester. Richard Siedhoff ist Hauspianist im Lichthaus Kino Weimar, dessenStummfilmprogramm er kuratiert. Weitere Informationen zu Richard Siedhoff: Webseite
>>> Veranstaltungsreihe im Musikinstrumentenmuseum: Es ist Stumm-Film-Zeit im GRASSI! <<<
Kinoorgel Live! 2025/26 zeigt das Musikinstrumentenmuseum eine Reihe von Stummfilmen mit Live-Vertonung an der historischen Kinoorgel von 1929.
Stummfilmkonzerte sind eine Sache des Augenblicks und immer einmalig: Vom Orgelspieltisch aus verschmelzen Musik und Klangeffekte unmittelbar mit dem Filmgeschehen. Zeitgenössische analoge Technik und 16mm-Filmrollen vervollständigen die Filmvorführungen zu Gesamterlebnissen ursprünglicher Kinopraxis. Außerdem erwarten Sie Einführungen zur Kinoorgel und zum Film.
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