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The Flavor of Green Tea Over Rice
FOTO: © © June Ueno

The Flavor of Green Tea Over Rice

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Regie: OZU Yasujirô
1952, 115 Minuten, OmeU, DCP

Ozu zeichnet in diesem Werk die differenzierte Charakterstudie eines kinderlosen Ehepaares im mittleren Alter. Taeko stammt aus vornehmen Hause und hat auf Empfehlung ihres Vaters irgendwann den introvertierten, vom Land stammenden Mokichi geheiratet, der als leitender Angestellter tätig ist. Über die Jahre hinweg hat sie niemals große Liebe für ihn empfunden und fühlt sich zunehmend einsam und gelangweilt. Die emotionale Distanz nimmt noch zu, als Setsuko, die Nichte von Taeko, eine arrangierte Ehe eingehen soll und Mokichi die junge Frau darin unterstützt, die Verbindung abzulehnen, obwohl sie von seinen Schwiegereltern angebahnt wurde.

Die Risse in der Beziehung treten immer deutlicher zutage, doch zuletzt findet das Paar bei einem einfachen Essen, dem namensgebenden Ochazuke, einer mit Tee übergossenen Schale Reis, zueinander.

Filmreihe
Ozu Yasujirô (1903 - 1963)
Eine Hommage an die japanische Regie-Legende

Ozu Yasujirô zählt zu den international renommiertesten Regisseuren Japans. Aus Anlass seines 120. Geburtstages, den er in diesem Jahr feiern würde, hat die Produktionsgesellschaft Shôchiku gemeinsam mit der Japan Foundation mehrere Werke digital restauriert, von denen wir sechs vorstellen. Ergänzt wird die Reihe durch TOKYO-GA von Meisterregisseur Wim Wenders.

Der Perfektionist Ozu entwickelte eine unverwechselbare Filmästhetik, die er mit strikter Konsequenz verfolgte. Charakteristisch sind Kameraeinstellungen, bei denen das Geschehen in Augenhöhe eines auf dem Boden Sitzenden aufgenommen wurde, wobei Ozu grundsätzlich ein 50mm-Objektiv verwendete. Auch leistete er ganz bewusst Verzicht auf Überblendungen, Kamerafahrten oder Schwenks und beschränkte sich auf starre Einstellungen und einfache Schnitte.

In nahezu allen Filmen thematisierte Ozu die komplexen Beziehungen innerhalb einer Familie und schilderte die vielschichtigen emotionalen Verflechtungen zwischen den verschiedenen Generationen.
Sowohl hinter als auch vor der Kamera verband ihn die Zusammenarbeit mit einem eingespielten und profilierten Team, viele seiner Schauspielerinnen und Schauspieler zählten zu den Stars ihrer Zeit.

Die Reihe ist eine Kooperation mit dem Arsenal - Institut für Film und Videokunst e.V. in Berlin, dem Metropolis Kino, Kinemathek Hamburg e.V. sowie dem Filmhaus Nürnberg im KunstKulturQuartier.

Preisinformation:

Eintritt frei

Location

Japanisches Kulturinstitut Köln Universitätsstraße 98 50674 Köln
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