Mit ihrer sensuellen Sci-Fi-Installation The Multiplicity of the Other erforscht die mexikanische Choreografin Ixchel Mendoza Hernández einen Körper in ständigem Wandel – einen alteritären Körper, der über die Konstruktion des Anderen und des Selbst reflektiert. Zwischen Zwei- und Eindeutigkeit oszillierend, macht sich dieser Körper auf die Suche: Er versucht zu entkommen, verflüssigt Definitionen und entzieht sich so kritisch einem Status quo.
The Multiplicity of the Other provoziert einen kontemplativen Erfahrungsraum, der die Sinne der Betrachtenden aktiviert. Unmögliches wird als möglich reflektiert. Welche Positionen von Identität tauchen dabei auf? Was wäre, wenn der Andere und das Selbst ineinander übergehen könnten?
In dieser das Selbst bespiegelnden Beobachtung wird die Unterscheidung zwischen dem Anderen und dem Selbst vervielfältigt, untersucht und immer wieder in Frage gestellt.
Im Rahmen der neunten Falte „Ghosts & Demons” zeigt die Tanzfabrik Berlin Arbeiten, die sich dem Unbekannten widmen. Inspiriert von Sci-Fi Vorbildern und mittelalterlichen Archetypen zieht die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Phantasmen in die Körper der Performer*innen ein und wird zum Motor ihrer Bewegungen.