Das sagt der/die Veranstalter:in:

Über 40 Jahre lang spionierten 140 verdeckte Ermittler Aktivist*innen aus und sammelten vertrauliche Informationen über die politischen Aktivitäten dieser. Insgesamt infiltrierten sie über 1000 Gruppen. Sie stahlen Identitäten verstorbener Kinder, um sich selbst neue Identitäten zu schaffen. Sie nutzen die neuen Identitäten um Beziehungen zu Frauen aufzubauen, um mit ihnen Sex zu haben und in einigen Fällen zeugten sie sogar Kinder mit ihnen. Sobald sie hatten, was sie wollten, ließen sie die Frauen fallen und verschwanden spurlos. Die Frauen erfuhren die Wahrheit erst Jahrzehnte später.
„Sie glaubten – und glauben wahrscheinlich immer noch –, dass man ausspioniert werden sollte, wenn man bestimmte Ideale und Ansichten vertritt. Das ist direkt aus George Orwell. Das ist direkt aus dem Totalitarismus des 20. Jahrhunderts. Die Briten sind damit bisher nie erwischt worden, aber sie machen genau das Gleiche.“
Als ihre Aktivitäten aufgedeckt wurden, ergriff die Regierung keine sofortigen Maßnahmen, sondern ordnete eine Untersuchung an, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden sollte. Die wahren Identitäten der Spitzel sollte vertuscht und geheim gehalten werden. Die Frauen ahnten nicht, dass sie Beziehungen zu Männern eingingen, die als Polizeispitzel tätig waren. Einige der verdeckten Ermittler gingen während ihrer Undercover-Einsätze Beziehungen zu mehr als einer Frau ein. Die betroffenen Frauen beschlossen, dass es Zeit war, sich zu wehren.
„Hätte ich damals gewusst, dass er ein verdeckter Ermittler war, hätte das verheerende Auswirkungen auf mich gehabt, und ich hätte es als Vergewaltigung angesehen. Er trug eine Maske. Ich wusste nicht, wer er war. Ich hätte dem Sex mit diesem Mann nicht zugestimmt. In diesem Sinne war es also nicht einvernehmlich. Es ist staatlich sanktionierte Vergewaltigung.“
„The spies who ruined our lives“ ist ein Dokumentarfilm, produziert, inszeniert und geschnitten von Justyn Jones und Madoc Roberts, mit Jason Kirkpatrick als Co-Produzent. Der Film soll das Bewusstsein für den britischen „Spycops“-Skandal schärfen und eine umfassende historische Perspektive darauf bieten. (Jones & Roberts, UK 2024 - FSK 18 - OmdU)
Mehr Informationen: https://www.spieswhoruinedourlives.com/
Vimeo-Trailer: https://vimeo.com/907825485
Wir zeigen den Film in der Originalsprache auf Englisch mit deutschen Untertiteln.
Inhaltswarnung: Darstellung von sexualisierter Gewalt, sowie Diskriminierungs- und Unterdrückungserfahrungen.
 

Preisinformation:

Auf Spendenbasis.

Location

Ost-Passage Theater
Ost-Passage Theater Konradstr. 27 04315 Leipzig

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