Der Komponist Tobias Koch sowie die beiden Tänzer Thibault Lac und Stephen Thomson nehmen gemeinsam die Figur des Harlekin als Ausgangspunkt und entwickeln eine Performance zum Eintauchen in eine Welt, in der Bewegung, Klang und Skulptur zu einer kunstvollen Erforschung performativer Sprachen zusammenfließt. Als Archetyp der italienischen Commedia dell’arte und wiederkehrende Figur der Kunstgeschichte bietet der Harlekin dem Trio in Zusammenarbeit mit dem bildenden Künstler Thore Wallert einen Rahmen und gleichzeitig ein poetisches Mittel, um traditionelle Theaterkonventionen zu reflektieren und zu brechen. Durch eine offene Bühnenanordnung, die an eine Straßensituation erinnert, befindet sich das Publikum unmittelbar in einer akustischen und optischen Landschaft und teilt eine kollektive Erfahrung voller musikalischer und choreografischer Intensität.
Thibault Lac studierte Architektur, bevor er das Programm Performing Arts Research and Training Studios (P.A.R.T.S) in Brüssel absolvierte. Er trat u. a. in den Werken von Ligia Lewis, Noé Soulier, Eleanor Bauer, Daniel Linehan, Mathilde Monnier, Alexandra Bachzetsis, Daniel Jeanneteau und Jérôme Bel auf. Mehrfach tanzte er in Werken von Trajal Harrell, insbesondere in seiner Serie Twenty Looks or Paris is Burning at the Judson Church.
Tobias Koch studierte Audiodesign, Komposition und Musiktheorie an der Hochschule für Musik in Basel. Er arbeitet als Sounddesigner und Musiker für Film, Performance, Theater und bildende Kunst. Seine Zusammenarbeit für Theater und Tanz führte ihn u. a. an das MoMA in New York, die Documenta 14, das Maxim Gorki Theater in Berlin, die Münchner Kammerspiele, die Wiener Festwochen oder das Schauspielhaus Zürich.
Dauer: 30 Min.
„Der Basler Soundkomponist Tobias Koch und der Tänzer Thibault Lac nehmen sich eine Figur aus der Theatergeschichte vor und wenden sie mit opulenter Meisterschaft in unsere Gegenwart. [...] Mit Bravour gelang es den beiden, diesen Theater-Archetypus für eine tänzerische Gegenwart zu aktualisieren. Aber längst nicht nur.“ - Timo Posselt - BZ Basel