Regie: SAKAI Kô, HAMAGUCHI Ryûsuke
2013, 109 Minuten, OmeU, Blu-ray
Die beiden Filme Nami no koe, Kesennuma und Nami no koe, Shinchimachi bilden den zweiten Teil der Tôhoku-Trilogie. Ähnlich wie im ersten Teil haben die Regisseure Interviews mit Opfern des Tsunami im Nordosten Japans geführt, wobei sie zu unterschiedlichen Zeiten und in verschiedenen Regionen unterwegs waren. Wurde Nami no oto etwa ein halbes Jahr nach der Katastrophe in den Gegenden von Iwate und Fukushima aufgezeichnet, entstand die Fortsetzung etwa ein Jahr nach den Ereignissen und wurde in Shinchi (Präfektur Fukushima) und Kesennuma (Präfektur Miyagi) gedreht. 21 Menschen erzählen von ihren Verlusten, sprechen aber auch über Hoffnung und das alltägliche Leben. Mit der filmischen Überlieferung ihrer Geschichten wird überdies eine Verbindung zu denjenigen geschaffen, deren Stimmen durch die Wellen für immer verstummt sind.
Filmreihe
Das Leben nach der Katastrophe - Dokumentarfilme aus der Region Tôhoku
Am 11. März 2011 zerstörten ein Erdbeben und der nachfolgende Tsunami große Teile der Küstenregionen Tôhokus (Nordost-Japan), über 20.000 Menschen kamen ums Leben oder gelten immer noch als vermisst. Für die Filmemacherin Komori Haruka (*1989) war die Katastrophe der Anlass, ihren Wohnsitz in die durch den Tsunami nahezu komplett zerstörte Stadt Rikuzentakata (Präfektur Iwate) zu verlegen und die Auswirkungen der Katastrophe und die Erzählungen der lokalen Bevölkerung bildlich festzuhalten.
Zum 13. Jahrestag der Katastrophe zeigt die Filmreihe drei Dokumentarfilme der Regisseurin, die alle in Rikuzentakata entstanden sind. Iki no ato begleitet einen Saatguthändler, dessen Geschäft vom Tsunami mitgerissen wurde, in Sora ni kiku fängt eine Moderatorin die Gedanken der Menschen ein und verbreitet sie über das Radio. Nijû no machi/Kôtaichi no uta o amu, ein Gemeinschaftsprojekt mit der Schriftstellerin und Malerin Seo Natsumi, zeigt einen Workshop, dessen Teilnehmer selbst zu einer Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Ortes werden.
Ergänzt wird die Reihe durch die Filme der Tohoku Documentary Trilogy der Regisseure Hamaguchi Ryûsuke und Sakai Kô, die zwischen 2011 und 2013 über die Folgen der Katastrophe gedreht wurden.
Bei den Vorführungen am 16. und 18. März wird die Regisseurin Komori Haruka persönlich anwesend sein.
Die Filmvorführungen und der Besuch von Komori Haruka werden in Kooperation mit dem Japanischen Kulturinstitut Paris und der Japan Foundation in Madrid veranstaltet.
Preisinformation:
Eintritt frei