Das Leipzig des 17. Jahrhunderts ist der Schauplatz dieses Romans, der die Anfänge der modernen Rechtsmedizin beleuchtet. Er schildert den Fall der 15-jährigen Anna Voigt, die 1681 der Kindstötung angeklagt wurde. Um ihre Unschuld zu beweisen, wird erstmals eine historische forensische Methode angewendet, um festzustellen, ob ihr neugeborenes Kind lebend oder tot auf die Welt kam. Die Lungenschwimmprobe selbst gilt als Beginn der modernen Rechtsmedizin. Der Roman schildert die gespaltene Gesellschaft des 17. Jahrhunderts in der Mitte Europas: noch aus dem Mittelalter übernommene Traditionen, Überzeugungen und Rechtsprechung treffen hier auf die ersten Ansätze der Frühaufklärung.
Die medizinische Fakultät, Rechtsmedizin und Theologie der Universität Leipzig zu jener Zeit finden im Buch Erwähnung. Professoren des 17. Jahrhunderts, die aus Porträtgemälden der Kunstsammlung und Epitaphien im Paulinum bekannt sind, werden im Roman zum Leben erweckt.
Wir wollen mit dem Autor diskutieren: Was sind die Fakten, wo beginnen Imagination und Fantasie?
Der Autor Tore Renberg im Gespräch mit:
Die Moderation übernimmt Dr. Anne Lipp, Universitätsbibliothek Leipzig. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Kustodie, der Universitätsbibliothek und der Professur Geschichte der Frühen Neuzeit.
Gemeinsam Events erleben
Events werden noch schöner wenn wir sie teilen! Deshalb kannst du dich jetzt mit Friends und anderen Usern vernetzen um Events gemeinsam zu besuchen. Loslegen