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TRIO ESTATICO - Viola Consort | PALINGENESIS
FOTO: © Alte Feuerwache Köln

TRIO ESTATICO - Viola Consort | PALINGENESIS

Das sagt der/die Veranstalter:in:

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TRIO ESTATICO | Viola-Consort
«PALINGENESIS»
SA 08.06.2024, 20 Uhr (Einlass ab 19:30 Uhr)
Bühne – Alte Feuerwache Köln
Eintritt frei

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TRIO ESTATICO ist ein internationales Bratschenconsort, das Musiker:innen aus drei der renommiertesten Ensembles für Neue Musik in Europa zusammenbringt, um ein neues Repertoire und neue Wege des Musizierens zu entwickeln. Das Ensemble wurde 2019 gegründet und besteht aus Bratschist:innen: Paul Beckett (England, Ensemble Klangforum Wien), Megumi Kasakawa (Japan, Ensemble Modern Frankfurt) und John Stulz (USA / Ensemble Intercontemporain Paris)

 

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Programm
 

Malika Kishino (Japan)

Schmetterlingstanz II (2024) Uraufführung

Kompositionsauftrag vom Trio Estatico

 

Francisco C. Goldschmidt (Chile)

Palingenesis (2023/24) Uraufführung    

für verstärktes Viola-Trio, Elektronik & Klanginstallation

Kompositionsauftrag der Stadt Köln

 

Konzertdauer: 60 Min.

 

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TRIO ESTATICO
Paul Beckett
Megumi Kasakawa
Laura Hovestadt (Gast)

Pablo Garretón, Tonregie                        
Paul Pape, Klanginstallation 
Francisco C. Goldschmidt,

Künstlerische Leitung und Elektronik


Gefördert durch Musikfonds, IFM e.V. Köln und das Kulturamt der Stadt Köln.

 

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Über das Konzert    

                                                                             
Das Projekt «Palingenesis» besteht aus der Uraufführung eines interdisziplinären Werk, das für verstärktes Viola-Trio, Elektronik, Lichtregie & Klanginstallation von dem chilenischen Komponisten Francisco C. Goldschmidt konzipiert und komponiert wird.


Thema der Arbeit ist “Palingenese” (griechisch Wiedergeburt / Neugeburt) und zeigt verschiedene Lesarten des Begriffs. Bei Nietzsche bezeichnet der Begriff »Palingenesis« die ewige Wiederkehr des Gleichen und bei Heraklit die nach Ablauf eines Weltzyklus auf die Katastrophen von Kataklysmos folgende Neuschöpfung. In der Geologie bezeichnet er die Wiederaufschmelzung von Gestein zu Magma.

 

Die Klanginstallation wird vom bildenden Künstler Paul Pape gestaltet. Auf der Bühne stehen drei raumgreifende Stahl Skelette, die einen Klangschatten gegenüber dem Trio Estatico bilden. In langen gebogenen Formen oder eckigen gespannten, verharren sie im Raum. Aufgeständert auf Gelenken können sie sich, zusammen mit dem Musiker*innen, in Bewegung versetzten. Die dabei entstehende Reibung lässt Klänge entstehen, die der Komponist sammelt und zurück in den Raum führt. Das Spiel pendelnder Skulpturen oder still hängender Klangkörper kann mit dem Trio Estatico beginnen.


Außerdem wird das neue Werk «Schmetterlingstanz II» für Bratschen–Trio von der renommierten japanischen Komponistin Malika Kishino auch im Konzertabend uraufgeführt.  In Japan ist der Schmetterling, der 胡蝶 (Kocho) genannt wird, ein Symbol für Lebenskraft oder Seele. Schmetterlingstanz (Kocho no Mai) ist der Name einer Tanzmusik der alten japanischen Hofmusik, Gagaku. Der Name "Schmetterling" kommt daher, dass es sich um einen Vier-Personen-Tanz handelt, der vier Schmetterlinge darstellt, die an einem Frühlingstag tanzen. "In meinem Stück Schmetterlingstanz behandle ich jeden Streicher wie einen Schmetterling. Die kreisförmige Bewegung, mit der sich die Seidenraupen drehen, ist für mich wie eine Metapher für Lebensketten. Die Musik entwickelt sich allmählich und ständig weiter, als wäre sie unser Lebenszyklus“.

 

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Über die Komponist:innen

 

Francisco C. Goldschmidt

1981 in Santiago de Chile geboren, studierte Komposition bei Cirilo Vila und Aliocha Solovera an der Universität von Chile. Später absolvierte er an derselben Universität einen Masterstudiengang in Theorie und Kunstgeschichte unter der Leitung des Philosophen Sergio Rojas. Seit 2011 lebt er in Deutschland, wo er ein Master- und Konzertexamen in Instrumentaler Komposition an der Hochschule für Musik und Tanz Köln Köln bei Johannes Schöllhorn absolvierte. 

In seinem Werk ist eine besondere Faszination für Solo- und Kammermusik im reduzierten Format zu bemerken. Die interne Mehrstimmigkeit der Einzelstimmen, die Verwendung von Resonanzen und die intensive Verflechtung heimlicher Gesänge sind kennzeichnend für sein Werk. Plötzliche Wechsel des Temperaments und des Tempos führen zu einer divergenten und ambivalenten Musik, die stets von Zerbrechlichkeit geprägt ist. Die Frage der permanenten Bifurkation, der Identitätslosigkeit, der Isolation, der Orientierungslosigkeit und des Labyrinths sind Themen, die sein Werk durchziehen. Andererseits sind sowohl die Arbeit mit Verstärkung und Verräumlichung von Klang als auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit dem Videokünstler Nicolás Rupcich (*1981) ein wesentlicher Bestandteil seines künstlerischen Vorhabens.

Seine Kompositionen wurden des Weiteren aufgeführt von Ensembles wie dem mdi ensemble (Italien), dem Spóldzielnia Muzyczna (Polen), dem Ensemble Lucilin (Luxemburg), dem TimeArt Studio (Taiwan), dem Ensemble Exophonie Tokyo (Japan), dem Colectivo Azul, dem Ensamble Contemporáneo UC (Chile), dem Fukio Saxophonquartett, dem Neuen Ensemble Hannover, dem Kommas Ensemble, MAM.manufaktur für aktuelle musik, hand werk, Cologne Guitar Quartet, IEMA, Studio–MusikFabrik, dem Ensemble KNM Berlin, dem Ensemble Recherche (alle Deutschland), sowie dem Vertixe Sonora Ensemble (Spanien) und dem Friends of Mata (USA). Zudem wurde seine Musik auf verschiedenen Festivals aufgeführt, u.a. dem UC–Festival in Santiago de Chile, Concerts–Lab in Tokio, Ciclo–Cervantes in Buenos Aires, MATA–Festival in New York, Ensems in Valencia, WERFT und Acht Brücken in Köln.

Seine Arbeit wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter: Finalist beim Luis Advis Orchesterwettbewerb 2007 in Chile; Preis beim NRW Landesmusikrat–Gürzenich Orchesterwettbewerb 2011; Chilenisches CNCA–Stipendium 2012/13 und 2015/16; RheinSilver–Award–2014 der New Talents Biennale in Köln; Zweiter Preis beim Felix–Mendelssohn–Bartholdy–Hochschulwettbewerb 2014 in Berlin; Teilnahme beim SWR–Orchesterworkshop 2012 und 2016 des SWR Sinfonieorchesters Stuttgart; Bernd–Alois–Zimmermann–Stipendium 2016 der Stadt Köln; Stipendiatenaufenthalt Schöppingen 2019; Förderung von vier Kompositionsaufträgen durch die Ernst von Siemens Musikstiftung (2018/2019/2020/2023); Preis «Forum–junger–Komponisten 2020» der Bayerischen Akademie der Schönen Künste München.

Francisco C. Goldschmidt lebt und arbeitet seit 2011 als Komponist in Köln und ist als Künstlerischer Leiter des Kommas Ensembles tätig.

 

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Malika Kishino 

wurde 1971 in Kyoto/Japan geboren. Jurastudium in Kyoto (Diplom 1994). Ab 1995 Kompositionsstudium bei Yoshihisa Taira an der L´Ecole Normale de Musique de Paris (Diplôma supérieur 1998). 1999-2003 Studium bei Robert Pascale am Conservatoire National Supérieur de Musique et Danse de Lyon (Diplôme national d´études supérieures Musicales 2003). Jahreskurs am IRCAM Paris für Computermusik (2004-05). Preisträgerin beim 70. Japan Music Concurs, 1. Preis des Concours de Groupe de recherche appliquée en musique électroacoustique (GRAME) und des Ensemble Orchestral Contemporaine in Lyon, 69te Otaka-Preis des NHK-Sinfonieorchesters Tokyo, Rom-Preis (Villa Massimo), Nominiert für den Kompositionspreis der Prince Pierr Stiftung in Monaco, Arbeitsstipendium des Experimentalstudios Freiburg, Stipendiatin am Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Institut für Musik und Akustik (ZKM, Karlsruhe), Centre Henri Pousseur Liége, Stipendiatin an der Akademie Schloss Solitude. Auslandsstipendiaten der Landesregierung Nordrhein–Westfalen, Niedersächsisches Künstlerstipendium für den Künstlerhof Schreyahn.

Kompositionsaufträge und Aufführungen (Auswahl):

Radio France, le ministère de la Culture et de la Communication,Westdeutscher Rundfunk, Bayerische Rundfunk, RBB- Rundfunk Berlin Brandenburg, Wittener Tage für Neue Kammermusik, Donaueschingermusiktage, Südwestdeutscher Rundfunk, Acht Brücken Festival, Essen Now ! Bregenzer Festspiele, Warsaw Autumn, Beethovenfest, Biennale di Venezia musica, Davos Festival, Musica Strasbourg, Festival Ultima Oslo, Arsmusica Brüssel, Suntory Summer Festival (Tokio) usw.

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Location

Alte Feuerwache Köln Melchiorstraße 3 50670 Köln

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