Das sagt der/die Veranstalter:in:
von Giacomo Puccini
Dramma lirico in drei Akten und fünf Bildern
Libretto von Giuseppe Adami und Renato Simoni nach Carlo Gozzi
„All’alba vincerò – bei Sonnenaufgang werde ich gewinnen“, schmettert der unbekannte Prinz der Stadt entgegen und ist damit einer der wenigen Helden der italienischen Oper, deren Schlaflosigkeit der Zuversicht geschuldet ist, statt der Verzweiflung. Verzweifeln müssen dafür die Bewohner*innen der Stadt, in der – „nessun dorma“ – niemand schlafen darf, weil alle auf allerhöchsten Befehl und bei Androhung der Todesstrafe nach dem Namen des Unbekannten forschen müssen. Anna-Sophie Mahler hat sich 100 Jahre nach der Uraufführung von Puccinis Fragment gebliebener Oper auf die Suche nach dem „Fluidum der Liebe“ begeben, mit dem der Komponist im Finale der Oper die bis zum äußersten gespannten Nerven befrieden wollte, und ist bei Wagner fündig geworden. Puccini schwebte eine Grenzen sprengende Musik vor, die eher auf kosmische Prinzipien als auf die Psychologien der Figuren abzielte. „Poi Tristano“ notierte er kurz vor seinem Tod in einem Brüsseler Krankenhaus auf einen Zettel. Diesem Wunsch entsprechen wir gern: Zum Schluss also Tristan. Und Isolde.