mit Marko Martin, Autor "Freiheitsaufgaben"
Am 7. November 2024 zog sich der Schriftsteller Marko Martin als Festredner den Unmut seines Gastgebers, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, zu. Martin wies vor Steinmeier darauf hin, dass die deutsche Politik den ukrainischen Freiheitskampf gegen Russlands Aggression viel zu lange zugunsten kurzsichtiger Interessen, wie günstiger Energielieferungen, ignoriert hat.
Und er konstatiert: diese Haltung ist kein Einzelfall. In seinem neuen Buch „Freiheitsaufgaben“ zeigt Martin, wie tief verwurzelt die Tendenz ist, Freiheitsbewegungen zu verharmlosen oder als Bedrohung für politische Stabilität darzustellen – eine Haltung, die selbst 35 Jahre nach der friedlichen Revolution in der DDR noch nachwirkt.
In seinem Vortrag geht Martin der Frage nach: Warum fremdeln wir mit dem Wert der Freiheit? Er verbindet innenpolitische Debatten über Demokratie und Autoritarismus mit historischen Erfahrungen und globalen Perspektiven. Im Gespräch widmen wir uns dann zentralen Herausforderungen unserer Zeit:
Ein unbequemer, aber notwendiger Abend über die innere Zerrissenheit Deutschlands zwischen moralischem Anspruch und realpolitischen Kompromissen – und darüber, wie wir, auch angesichts der Situation in der Ukraine, die Freiheit in einer von Autoritarismus bedrohten Welt aktiv verteidigen können.
Moderation: Peter Schyga (ehem. Referent Netzwerk Erinnerung + Zukunft)
Gast: Marko Martin (Schriftsteller und Publizist)
Wir bitten um Anmeldung an: info@slu-boell.de
In Kooperation mit dem ZeitZentrum Zivilcourage, The URKAINE Network und dem Netzwerk Erinnerung + Zukunft in der Region Hannover e. V.