Zettel’s Traum , das ist das große Rätselwerk der deutschen Literatur, ihr Ulysses oder Finnegan’s Wake . Und gleichzeitig ihr schwerstes: Neun Kilo wogen die 1334 DIN A3-Seiten der Erstausgabe. In einer ganz eigenen, überbordenden, lautmalerischen Sprache, die sich auch selbst zum Thema macht, erzählt Arno Schmidt darin von den 24 Stunden eines Sommertags in der niedersächsischen Heide, von den Verwicklungen zwischen Traum und Wirklichkeit, Literatur, Gesellschaft und Sexualität. Nachdem Ulrich Matthes vor einigen Monaten bereits Auszüge aus Zettel‘s Traum als Hörbuch eingelesen hat, widmet er sich diesem überwältigenden Sprachkunstwerk nun auf der Bühne des Deutsches Theaters.
Mit anschließendem Nachgespräch mit Bernd Rauschenbach, langjähriger Leiter der Arno-Schmidt-Stiftung.