Unbezahlbar – Geld, Macht, Werte

FOTO: © Eine Rentnerin protestiert mit aufgenähten Banknoten gegen die Geldentwertung, Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek / Willy Römer

Unbezahlbar – Geld, Macht, Werte

Noch niemand hat sich das Event gemerkt.

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Alles dreht sich um Geld: Pfandflaschen werden gesammelt, ein Gummihandschuh übergezogen, das Handy an der Kasse gezückt. Dabei ist Geld mehr als Münzen und Scheine oder ein digitaler Kontostand. Seit seiner Entstehung prägt Geld die Vorstellungen von der Welt und beziffert, was und wer als wertvoll gilt. Was darf eine Banane, ein T-Shirt, eine Wohnung, Arbeitskraft oder Lebenszeit kosten?

Geld und Wert im Wandel: Von dem Maya-Stuckkopf bis zur Kakaobohne

Die Ausstellung „Unbezahlbar – Geld, Macht, Werte“ hinterfragt, wie und auf wessen Kosten Geld uns selbst, unsere Geschichte und unsere Welt formt. Sie verknüpft die Ursprünge von Geld mit Fragen von Macht und gesellschaftlichen Strukturen und erzählt anhand von Objekten aus den Sammlungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz von globalen Verflechtungen und persönlichen Schicksalen im Zusammenhang mit Veränderungen von Wert: Ein Maya-Stuckkopf verliert als Fälschung seinen Marktwert und gewinnt zugleich einen neuen als Forschungsgegenstand. Kakaobohnen werden von einer historischen Währung zum globalen Genussmittel. Pfandflaschen bedeuten für die einen Müll, für andere einen notwendigen Zuverdienst. Ein Handschuh wird zum Symbol unsichtbarer Sorgearbeit. Eine Drehleier erklingt als Instrument von Arm und Reich, in den Händen von bettelnden Straßenmusiker*innen sowie zur höfischen Unterhaltung. Sammlungsobjekte selbst sind dabei nicht nur Zeugnisse wirtschaftlicher Systeme, sondern auch Repräsentationsmittel, Machtinstrumente und Wertanlagen.

Was wiegt mehr?

Interaktive Stationen machen Geld unmittelbar erfahrbar: Besucher*innen können Geldscheine stempeln, Werte wiegen, einer Drehleier lauschen oder ihre Gedanken zu Ungleichheit, Reichtum und Armut teilen. Zeitgenössische Interventionen schlagen eine Brücke zwischen historischen Perspektiven und aktuellen Fragen nach Kapital, Konsum und gesellschaftlicher Verantwortung.

Kuratorisches Team

Die Ausstellung wird kuratiert von den Volontär*innen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

Ausstellung an zwei Orten

„Unbezahlbar – Geld, Macht, Werte“ ist im Forschungscampus Dahlem zu sehen. Eine thematische Erweiterung bietet die Fokusvitrine im Stabi Kulturwerk.

Der Eintritt in den Forschungscampus Dahlem und in das Stabi Kulturwerk in der Staatsbibliothek Unter den Linden ist frei.

Öffnungszeiten Forschungscampus Dahlem: Donnerstag bis Freitag: 14 bis 20 Uhr, Samstag bis Sonntag: 11 bis 18 Uhr, Montag bis Mittwoch: geschlossen

Öffnungszeiten Stabi Kulturwerk: Mittwoch: 10 bis 18 Uhr, Donnerstag: 10 bis 20 Uhr, Freitag bis Sonntag: 10 bis 18 Uhr, Montag und Dienstag: geschlossen

Gefördert durch Museum & Location

Eine Sonderausstellung der Staatlichen Museen zu Berlin

Location

Forschungscampus Dahlem
Forschungscampus Dahlem Lansstraße 8 14195 Berlin

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