FOTO: © Stefan Mosemann

UNDZER SHTETL BRENT - Interkulturelle Kammeroper von Ralf Soiron und Christian von Götz

Theater Theater

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Am 4. Juni 1942 wurde der jiddische Komponist und Liedermacher Mordechaj Gebirtig im Krakauer Ghetto von einem deutschen Besatzungssoldaten auf offener Strasse erschosssen. 



Gebirtigs jiddische Lieder erzählen in poetischen Melodien und Versen vom jüdischen Leben in Osteuropa, das vom Holocaust komplett vernichtet wurde: Von Shtetl und Ghetto und vom Leben der kleinen Leute in Kazimierz, dem jüdischen Stadtteil Krakaus. Mordechaj Gebirtig war eigentlich Tischler. 

„Tagsüber hobelte er an Möbeln und nachts am jiddischen Lied“, sagten Freunde über ihn. Seine Frau und seine drei Töchter wurden 1944 im KZ Plaszów ermordet.



Angesichts des in der Bundesrepublik Deutschland wieder grassierenden neuen Antisemitismus haben sich der Komponist Ralf Soiron und der Opernmacher Christian von Götz künstlerisch intensiv mit der nahezu komplett durch den Holocaust vernichteten Kultur des Shtetls auseinandergesetzt. 



Für das neue Projekt des Ensembles MUSIKDEBATTE KÖLN haben sie eine surreale Kammeroper erarbeitet, die auf den späten Texten des 1942 im Krakauer Ghetto ermordeten jiddischen Komponisten und Dichters Mordechai Gebirtig basiert. Musikalisch lassen Ralf Soiron und Christian von Götz in „Undzer Shtetl brent“ die alte jiddische und synagonale Musik mit einer Neuen Musik, die auf Viertelton-Skalen aufgebaut ist, produktiv kollidieren.

Preisinformation:

Normalpreis € 20,-, ermäßigt € 15,-. Karten unter: karten@musikdebattekoeln.de oder tel. 0176 / 8025 4738.

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