Themenführung in der Dauerausstellung „Zeichen – Bücher – Netze: Von der Keilschrift bis zum Binärcode des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig.
Mit der Erfindung des Buchdrucks entwickelten sich vielfältige Formen der Kontrolle und Reglementierung der Literatur. Sowohl staatliche als auch kirchliche Institutionen bemühten sich im Interesse des Machterhalts immer wieder Einfluss zu nehmen, um unliebsame Schriften der Rezeption zu entziehen.
Dies traf nicht nur Autor*innen und Leser*innen, sondern auch die Bibliotheken und die Buchherstellung. Per Gesetz konnten Druckereien geschlossen, Verleger*innen mit empfindlichen Geldbußen belegt, Buchhändler*innen zum Tode verurteilt und Bücher verbrannt werden. Über Jahrhunderte wurden Listen verbotener Bücher geführt, die bekannteste ist der Index der katholischen Kirche, der Regale füllend Zeugnis darüber ablegt. Bis in die heutige Zeit greifen staatliche und geistliche Institutionen in den Kommunikationsprozess ein. Der Kampf um Meinungs- und Pressefreiheit wird bis in die Gegenwart und damit über das Gedruckte hinaus im Universalmedium Internet weitergeführt.
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