Lesetrio Bremerhaven: Susanne Schwan, Dirk Böttger und Martin Kemner
Giuseppe Verdi war nicht nur ein Zeitgenosse seines Antipoden Richard Wagner im Bereich des musikalischen Theaters, er wurde auch im gleichen Jahr 1813 wie dieser geboren. Verdi ist der Vollender der traditionellen italienischen Opernform, die er mit seinem Genie in einer Vielzahl an Werken auf eine nicht wieder erreichte Höhe hob. Er hat sich von Oper zu Oper stetig weiterentwickelt, schuf mit dem „Rigoletto“ seinen ersten und bis heute andauernden Welterfolg und fand mit seinen Spätwerken „Othello“ und „Falstaff“ – beide nach Schauspielen seines von ihm zutiefst bewunderten Dichters William Shakespeare – zu seiner eigenen Vollendung.
26 Opern komponierte Verdi, deren Libretti von 11 ganz unterschiedlichen Dichtern geschrieben wurden, wobei Verdi von Anfang an stets maßgeblich an der endgültigen Textfassung beteiligt war. Verdis Opern gehen samt und sonders auf historische oder literarische Quellen zurück, denen nicht wie bei Wagner mythologische Stoffe zugrundliegen, sondern Stoffe der unmittelbaren politischen, gesellschaftlichen und sozialen Realwelt von Geschichte und Gegenwart.
Die Lesung möchte das an drei Opern-Welterfolgen vergegenwärtigen, bei denen Verdi und drei seiner Librettisten auf sehr verschiedene Quellen zurückgreifen. Bei „Nabucco“ liefert die Bibel den Stoff, bei „Don Carlos“ sind es Drama und Prosa von Friedrich Schiller und bei der im deutschen Theaterraum meistgespielten Verdi-Oper „La Traviata“ stand der Roman „Die Kameliendame“ von Alexandre Dumas jun. Pate, der zu den frühesten Weltbestsellern der Literaturgeschichte gehört.
Veranstaltungsort: Zentralbibliothek im Hanse Carré, Bgm.-Smidt-Straße 10
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