Vergiss mein Ich
D, 2014, 93 Minuten; Regie: Jan Schomburg. Mit: Maria Schrader, Johannes Krisch, Sandra Hüller, Ronald Zehrfeld
Nach einem plötzlichen Zusammenbruch auf einer Party wird bei Lena, einer erfolgreichen Gendertheoretikerin, eine „retrograde Amnesie" diagnostiziert. Die Folge: sie hat ihr biographisches Gedächtnis verloren, erkennt weder ihren Ehemann noch ihre beste Freundin wieder. Mit Hilfe alter Tagebücher, Aufzeichnungen und Fotos bemüht sie sich, ihr altes Ich wiederzuentdecken. Doch diese Art der Selbst-Findung funktioniert nicht, ihr fehlen die Sicherheiten eingeübter Codes und Verhaltensregeln und auch die Interpretation von Emotionen muss sie neu lernen. Sie versucht ihre sexuelle Identität zu finden, verliebt sich in einen unbekannten Mann, experimentiert mit Rollenklischees und entdeckt neue Freiheiten.
„Worin besteht die Differenz zwischen „Lena spielen“ und „Lena sein“?“ (Jan Schomburg). Maria Schrader gelingt eine überzeugende Darstellung dieser Frau zwischen den Welten.
Filmpatin: Andrea Hanke (Redakteurin Programmgruppe Fiktion beim WDR)
Die Vorführung ist Teil der neuen Filmreihe „Auf den 2. Blick! Köln im Fokus“. Köln im Film präsentiert darin monatlich einen Spielfilm aus 100 Jahren Kölner Filmgeschichte: zehn Filme mit höchst unterschiedlichen Geschichten, Perspektiven und Erzählformen. Zu jeder Veranstaltung laden wir die Regisseur*innen oder Filmpat*innen ein, die mit ihrer Expertise als Historiker, Filmkritikerin oder Redakteur auf den jeweiligen Film blicken werden.
Weitere Infos unter: https://www.koeln-im-film.de