Goethes 1795 veröffentlichtes „Märchen“ gehört zu den rätselhaftesten Texten der deutschen Literatur. Mit Figuren wie Schlange, Irrlichtern, Prinz und Prinzessin entfaltet sich ein vieldeutiges Spiel aus Symbolen, das Lesende seit über zwei Jahrhunderten herausfordert. Entstanden in einer Zeit politischer Umbrüche und gesellschaftlicher Krisen, lässt sich der Text auch als feinsinnige Reflexion über Gewalt, Verantwortung und gemeinschaftliches Handeln lesen. Zugleich bewahrt er eine heitere, eigensinnige Offenheit, die eindeutige Deutungen bewusst unterläuft. Der immer wiederkehrende Satz „Es ist an der Zeit“ wirkt dabei überraschend gegenwärtig. In einem Gespräch nähern sich Ariane Ludwig (Goethe-und-Schiller-Archiv, Klassik Stiftung Weimar) und Roman Gibhardt (Goethe-Museum) dem Text, seiner Entstehung und seiner Wirkungsgeschichte. Ein Nachmittag für Neugierige, die Lust haben, einen klassischen Text neu zu lesen – und weiterzudenken. Passend zum Motto der neuen Gesprächsreihe laden wir alle bei Glühwein und Gebäck zum Zuhören, Mitreden und Verweilen ein. Zum Ausklang des Nachmittags führt Heike Spies (Goethe-Museum) durch die aktuelle Sonderausstellung „Alle brauchen Märchen. Goethes ‚Märchen‘ heute“.
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