„Das Buch ist besser.“ – ist einer der bekanntesten Sätze, die Filmgäste zu Literaturverfilmungen sagen, zumindest wenn sie beide Medien begutachtet haben. Doch was passiert, wenn man sich parallel aus der literarischen und filmischen Perspektive der Verfilmung annähert?
VON LITERATUR ZU FILM ist die Annäherung aus einer filmischen Perspektive, vertreten von Sven Ollig, Theaterleiter Apollo Kino Aachen sowie einer literarischen Perspektive, vertreten von Dr. Nina Janz, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Lehrstuhl der Germanistik der RWTH Aachen. Gemeinsam kuratieren wir die Filmauswahl, nicht-deutschsprachige Filme werden dabei in der OmU-Version präsentiert, die sowohl filmisch als auch literarisch bewusst offen gehalten worden ist.
Die Veranstaltungen finden immer am jeweils zweiten Donnerstag eines Monats um 18.00 Uhr statt. Die Veranstaltungsreihe beinhaltet neben der Filmsichtung einen kurzen Impuls von beiden sowie ein Filmgespräch mit dem Publikum anschließend an die Filmvorstellung. Alle Filme werden ohne Werbung gezeigt, wenn möglich werden Trailer der kommenden Filme aus der Programmreihe zu Veranstaltungsbeginn gezeigt.
Die Buchhandlung Backhaus stellt zu jeder Veranstaltung einen individuell gestalteten Büchertisch zur Verfügung, an dem auch Bücher gekauft werden können.
Dieses Mal begrüßen wir zusätzlich als Gast Prof. Dr. Stephan Braese. Professor mit Lehr- und Forschungsgebiet Europäisch-jüdische Literatur- und Kulturgeschichte an der RWTH Aachen
Zum Film:
Im Berlin des Jahres 1931 lässt sich der Germanist und Werbetexter Jakob Fabian (Tom Schilling) durch das Leben treiben. Während er tagsüber für die Werbung einer Zigarettenfirma zuständig ist, ist er nachts oft mit seinem Studienkollegen Labude (Albrecht Schuch) unterwegs und macht die Unterweltkneipen, Bordelle und Künstlerateliers unsicher. Das sorglose Leben der beiden jungen Männer wird durch eine durch Kommunisten und Nationalsozialisten geteilte Gesellschaft zunehmend bedroht und auch Labude träumt davon, dass die Klassen gegen die Obrigkeit revolutionieren. Fabian kann mit dem politischen Umbruch nicht viel anfangen und kommentiert die Geschehnisse ironisch. Eines Tages trifft er in einem Atelier auf Cornelia (Saskia Rosendahl) und verliebt sich auf den ersten Blick in sie. Fabians naives Leben nimmt eine dramatische Wendung, als er einer Entlassungswelle zum Opfer fällt, Cornelias Karriere als Schauspielerin jedoch an Fahrt aufnimmt...
Basiert auf Erich Kästners Roman „Der Gang vor die Hunde“, der eine Rekonstruktion von der Urfassung des Romans „Fabian“ ist.
Preisinformation:
Eintritt für Studierende: 5€, für alle anderen: 8€