FOTO: © Die Stahlkirche am ursprünglichen Standort in Köln c Sammlung Robert Welzel
Vortrag: Die Stahlkirche in Essen-Holsterhausen – Erinnerung an einen weltberühmten Kirchenbau und ihren Architekten Otto Bartning
Das sagt der/die Veranstalter:in:
Manche Bauwerke überdauern Jahrhunderte und geraten trotzdem in Vergessenheit. Andere stehen keine dreizehn Jahre und brennen sich dauerhaft in das Gedächtnis einer Stadt ein. Die Stahlkirche von Otto Bartning gehört in die zweite Kategorie. 1930 auf dem Holsterhauser Platz als Melanchthonkirche errichtet, 1942 durch Bomben zerstört, zählt sie heute neben der Zeche Zollverein zu den weltweit bekanntesten Essener Bauwerken des Neuen Bauens. Robert Welzel vom Historischen Verein Essen zeichnet in seinem Vortrag die Entstehungsgeschichte dieses Kirchenbaus nach. Bartning entwarf das Gotteshaus im Auftrag des „Evangelischen Volksdienstes“ als Ausstellungsobjekt für die Kölner Pressa von 1928, eine internationale Presseausstellung mit Millionenpublikum. Stahl und Glas bildeten das Grundgerüst, die gesamte Konstruktion war zerlegbar und transportabel. Sakralarchitektur als industrielles Produkt: Das war 1928 eine Provokation. Nach dem Ende der Pressa verhandelte das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Essen-West hartnäckig und erfolgreich, bis die „Pressa-Kirche“ den Weg nach Essen fand. Der Eintritt ist frei. Anmeldung auf www.vhs-essen.de unter der Kursnummer 262.1B002N.
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