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Wer erzählt hier eigentlich Geschichte?
FOTO: © LHH

Wer erzählt hier eigentlich Geschichte?

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Der Vortrag geht diesen Fragen nach und nimmt die Archive von Stadt-, Heimat- und Regionalmuseen als Ausgangspunkt. In einer postmigrantischen und postkolonialen Gesellschaft wird deutlich: Erinnerung ist nie neutral. Am Beispiel von konkreten Projekten in Berlin und ostdeutschen Städten wird gezeigt, wie Archive anders geöffnet, neue Stimmen sichtbar gemacht und lokale Erinnerung demokratisiert werden können. Im Zentrum des Vortrages stehen die Fragen danach, wie können wir Geschichte inklusiver erzählen? Und was bedeutet es, Archive und lokale Museen als Orte gesellschaftlicher Aushandlung zu verstehen?

 

Dr. Noa K. Ha untersucht, wie Migration, Rassismus und Erinnerung die Raum- und Machtpolitik europäischer Städte prägen. Nach ihrer Promotion an der Technischen Universität Berlin arbeitete sie an der TU Dresden, der TU Berlin und der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Seit 2022 ist sie Wissenschaftliche Geschäftsführerin des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM).  Ihre Forschung zu kolonialen Strukturen im urbanen Raum veröffentlichte sie in Fachzeitschriften, Sammelbänden und Ausstellungskatalogen. Sie ist Mitherausgeberin von Decolonize the City (2017) und European Cities: Modernity, Race and Colonialism (2022) sowie Autorin von Straßenhandel in Berlin (2016). Dr. Ha berät Institutionen der postkolonialen Erinnerungskultur und prägt den öffentlichen Diskurs zur Migrationsgeschichte in Ostdeutschland. Mit ihrer Forschung und ihrem Engagement setzt sie sich für eine offene, vielfältige Stadtgesellschaft ein.

 

PD Dr. Maria Alexopoulou studierte Geschichte und Philosophie an der Universität Heidelberg, promovierte an der Freien Universität Berlin und habilitierte sich an der Universität Mannheim. Im akademischen Jahr 2022/23 vertrat sie dort die Professur für Zeitgeschichte. Aktuell ist sie Leiterin eines Projekts am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin im Rahmen des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt und Privatdozentin am Historischen Institut der Universität Mannheim. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Migrations- und Rassismusgeschichte, wozu sie schon zahlreiche Beiträge publiziert hat. Für ein breiteres Publikum verfasste sie das Reclam-Sachbuch Deutschland und die Migration. Geschichte einer Einwanderungsgesellschaft wider Willen, 2020; ihre Habilitationsschrift „Rassistisches Wissen in der Transformation der Bundesrepublik in eine Einwanderungsgesellschaft, 1940-1990“ erschien im August 2024 im Wallstein-Verlag. Sie ist langjähriges Mitglied der Mannheimer Migrant*innen-Selbstorganisation Die Unmündigen e.V., sowie des Rates für Migration und dort eine der Sprecherinnen der Sektion Rassismus.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem Stadtarchiv Hannover und dem ZeitZentrum Zivilcourage.

Location

ZeitZentrum Zivilcourage Theodor-Lessing-Platz 1A 30159 Hannover

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