Wien, Weib und Gesang

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Wien, Weib und Gesang

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Ein Konzertabend zwischen Walzerrausch, Kunstlied und Expressiver Moderne. 


Wien, Weib und Gesang erzählt von Wien als musikalischem Sehnsuchtsort: von der romantischen Innerlichkeit Franz Schuberts, über den schillernden Walzerrausch Johann Strauß’ bis hin zur dunklen, zerrissenen Klangwelt Alban Bergs an der Schwelle zur

Moderne. Zwischen Heiterkeit und Abgrund, Tanz und Einsamkeit, Schönheit und Verfall entfaltet sich ein musikalisches Panorama jener Stadt, in der das Kunstlied geboren wurde und sich zugleich neu erfand. Das Konzert führt in eine Atmosphäre, die zugleich verführerisch und verstörend ist – ein Wien im Zwielicht zwischen Glanz und Untergang.

Der Ausgangspunkt dieses Programms sind die bezaubernden Jugendlieder von Alban Berg, die den inhaltlichen und klanglichen Kern des Abends bilden. Diesen Werken stellt das Ensemble Almanach Lieder von Franz Schubert zur Seite – dem Wiener Urvater des Kunstliedes, dessen Musik die emotionale und poetische Tiefe dieses Genres bis heute prägt. Mit Liedern wie Erlkönig, Gretchen am Spinnrad und Die Forelle wird der Ursprung des romantischen Liedes hörbar, aus dem sich später auch Bergs musikalische Sprache entwickelt. Als musikalische Brücke zwischen diesen beiden weltberühmten Komponisten fungieren zwei Werke des Wiener Walzerkönigs Johann Strauß (Sohn). Seine Musik verkörpert den Glanz, die Eleganz und die schillernde Oberfläche jener Stadt, in der sich unter der heiteren Fassade bereits die Brüche und Abgründe der Jahrhundertwende ankündigt.So spannt das Programm einen Bogen vom romantischen Ursprung des Kunstliedes über den Walzer als Klangsymbol Wiens bis hin zur expressiven Moderne Alban Bergs, der ein großer Johann Strauss (II) Verehrer war und auf spektakuläre Art den Walzer “Wein, Weib und Gesang” für eine Salonfähige Besetzung arrangierte– und macht die Entwicklung einer Stadt, einer Epoche und einer musikalischen Sprache hörbar


Das Ensemble Almanach interpretiert diese selten gespielten Werke in einer außergewöhnlichen Besetzung: Hackbrett, Akkordeon, Kontrabass und Klarinette umrahmen die Stimme mit einer Klangwelt, die zwischen schimmernder Zartheit und rauer Expressivität oszilliert. Die ursprünglich für Klavier komponierten Lieder, wurgen eigens für die Besetzung von dem Komponisten Patrick G. Braun arrangiert und gewinnen so eine neue Farbe – mal kammermusikalisch durchsichtig, mal dunkel glühend, mit Anklängen an Volksmusik, Theater und Moritat. Die vertraute spätromantische Melancholie Bergs verwandelt sich in eine fragile Mischung aus Intimität, Ironie und abgründiger Schönheit.

Location

Heilig Geist Kirche
Heilig Geist Kirche Heiliggeistgasse 8 94032 Passau

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