FOTO: © Mona Hesselmann
WUT MUT Praxis: Rage kollektiv gestalten
Das sagt der/die Veranstalter:in:
Digitale Gewalt, queerfeindliche Angriffe und stetig steigende Zahlen von Femiziden prägen unsere Gegenwart. Diese Realität kann Wut, Trauer, Angst und Ohnmacht in uns auslösen. Gefühle, die oft kaum Raum bekommen.
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Rage&Empowerment lädt WUT MUT Praxis dazu ein, einen künstlerisch-körperlichen Forschungsraum zu betreten.
Der Workshop soll zum Ort werden, in dem diese Gefühle gemeinsam wahrgenommen, geteilt, künstlerisch erforscht und sichtbar gemacht werden. Dafür nutzen wir verschiedene Materialien wie Ton, Farbe, Stimme und Bewegung - Material und Körper, als Ressourcen. Gemeinsam experimentieren wir mit verschiedenen Ausdrucksformen, um Gefühle wie Wut zu kanalisieren, Techniken der Selbstermächtigung zu erproben und Verbundenheit zu erfahren. Kämpferisch, zärtlich, spielerisch.
WUT MUT Praxis versteht Rage als kollektive Wut von Menschen, die unter dem Patriarchat leiden, als verbindende und existenzielle Kraft, als Reaktion auf vorherrschende Systeme und Machtstrukturen. Rage als Ausgangspunkt für Selbstermächtigung.
Der Workshop richtet sich an alle Queers, trans, intergeschlechtliche, nicht-binäre, und agender Personen und Menschen, die sich als Frau identifizieren – mit und ohne künstlerische oder tänzerische Vorerfahrung. Eine besondere Einladung gilt Menschen mit Mehrfachdiskriminierung und allen, die sich nach einem gemeinschaftlichen Rage-Raum sehnen.
Die entstandenen Kunstwerke können im Anschluss im BüZE ausgestellt werden - als gelebte Praxis von Empowerment bietet das die Chance zum gemeinsamen Raumnehmen und Sichtbarwerden.
11-13 Uhr
Pause
14-16 Uhr
Du bringst besondere (körperliche) Bedarfe mit? Schreib gerne an m.hesselmann@bueze.de und wir besprechen, ob
und wie wir deine Teilnahme so passend wir möglich realisieren können.
Ganz unabhängig davon, ob du ein kostenloses Ticket, ein Fair oder Supporter*innen Ticket kaufen willst, wir freuen uns auf dich!
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Über die Seminarleitung
Mathi Guntiñas (keine/neutrale Pronomen)
Mathi verbindet in der eigenen künstlerischen Praxis Performancekunst, Schauspiel und
Bildhauerei und schafft aufmerksame Erfahrungsräume. Seit Oktober 2025 studiert Mathi
Tanzvermittlung im Master am Zentrum für Zeitgenössischen Tanz Köln und widmet sich mit Neugier der Entwicklung spielerischer Vermittlungsformate.
Immer wiederkehrende Motive in Mathis Arbeit: Wut, Sinnlichkeit, Scham, chorischer Gesang, Psychosomatik in körperzentrierter Traumaarbeit. Mathi arbeitet aus einer weißen und queeren Position heraus.
Im Januar 2025 kooperierte Mathi Guntiñas erstmals mit dem Bürgerzentrum Ehrenfeld und entwickelte mit Förderung der Bezirksvertretung Ehrenfeld das Stück WUT MUT.
Mit einem Ensemble aus queeren Sänger:innen und Tänzer:innen entstand eine interaktive ChorPerformance, in der geteilte Erfahrungen, Wut und Zusammenhalt verhandelt, gehalten und gelebt wurden.
Mit den erprobten Elementen als Fundament wird WUT MUT zu WUT MUT Praxis
wiederaufgenommen und weitergedacht
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