FOTO: © Julia Sellmann
Yade Yasemin Önder liest aus ihrem Roman Anti Müller
Das sagt der/die Veranstalter:in:
„Liebe ist die Illusion, dass die aktuelle Beziehung hält, und die nach ihrem Ende nur durch eine neue Illusion in Form einer neuen Liebe zur Desillusion werden kann.“
Die Sprachkünstlerin Yade Yasemin Önder stellt im FFT ihren zweiten großen Roman vor: *Anti Müller* ist kein Liebesroman. Es ist eine schonungslose Analyse verkrusteter Strukturen und ihrer sanften Vollstrecker, unter deren lackierten Nägeln noch immer der Schmutz des Patriarchats lauert.
Mit großer poetischer Präzision seziert Yade Önders Erzählerin die Mechanismen moderner Beziehungen sowie eines vermeintlich feministischen Kulturbetriebs, der nach wie vor den Männern die Regie überlässt. Über die Bühnen. Und über die Körper.
Moderation: Emily Grunert (Literaturbüro NRW)
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