Dieses Event ist vorbei. Hier geht’s zu coolen aktuellen Events.
Event ist beendet
"You Can Only Kill Us Once" von The Opioid Crisis Lookbook

"You Can Only Kill Us Once" von The Opioid Crisis Lookbook

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Eröffnung: Freitag, 1.11.2024, 20 Uhr 
TOBIAS SPICHTIG, LUCY (COOPER B HANDY), TARANEH, EVANORA UNLIMITED. Eintritt 20 Euro (Abendkasse)

 

Mit „You Can Only Kill Us Once“ präsentiert Trauma Bar und Kino die erste große europäische Ausstellung von The Opioid Crisis Lookbook (OCL), kuratiert von den Magazin-Gründer*innen Dustin Cauchi, Dasha Zaharova sowie dem in Berlin lebenden Kurator Samuel Staples. 

 

Die Ausstellung zeigt Werke von Zaharova, Cauchi und Liam Denhamer, mit Architektur von Juvenilia, inspiriert von den szenografischen Zeichnungen Kurt Cobains. Archivarische Videoarbeiten und Bilder verschmelzen mit neuen Werken in verschiedenen Zeitlichkeiten und szenografischen Räumen – darunter ein Crooner in Cobains Mohnfeld, eine riesige Planenstruktur, die an Obdachlosenlager in Los Angeles erinnert, sowie Archivmaterial und nie zuvor gezeigte Videos. Begleitet wird die Ausstellung von einem eigenen Soundtrack von Bill Kouligas und Live-Musik sowie performativen Elementen von Künstlern aus den USA und Europa. Die immersive neo-grunge Erfahrung lädt die Besucher*innen ein Teil des OCL-Multiversums zu werden.

 

Hintergrund

1996 brachte die Sackler-Familie mit Purdue Pharma das Medikament OxyContin auf den Markt und vermarktete es fälschlicherweise als „sicheres“ opioides Schmerzmittel, obwohl es ein hohes Suchtpotenzial aufwies. Purdue Pharma drängte aggressiv auf die Deregulierung von Opioiden, was den Einsatz von OxyContin von der Behandlung chronischer Schmerzen auf jegliche Art von Schmerz erweiterte. Angetrieben von Milliardengewinnen, überschwemmte Purdue Pharma den Markt, während schlecht informierte Ärzte das Medikament landesweit verschrieben. Deregulierung, Bestechungen und unablässiges Marketing führten zu massiver Überverschreibung und lösten die tödlichste Gesundheitskrise in der Geschichte der USA aus: Millionen von Opfern, jährlich 100.000 Todesfälle durch Überdosen. Seit 2021 gelangen 2,1 Millionen Menschen in Abhängigkeit von Opioiden und täglich sterben 200 Amerikaner durch Überdosen, während Heroin knapp wird und synthetische Opioide die Lücken füllen und sowohl Konten als auch Friedhöfe schnell wachsen.

 

Kurt Cobain, bis 1994 eine kulturelle Ikone, symbolisierte den Übergang von der Zeit vor der Opioidkrise in den USA zur Krise selbst. Studien prognostizieren, dass bis 2030 mindestens eine Million weitere Menschen an der Opioidkrise sterben werden, wenn keine radikalen Veränderungen eintreten.

 

The Opioid Crisis Lookbook wurde 2019 von Dustin Cauchi als Reaktion auf die nordamerikanische Opioidkrise gegründet. OCL verfolgt das Ziel, die Krise durch die Fokussierung auf marginalisierte Erzählungen zu dokumentieren und dominante Narrative neu zu interpretieren, indem Sucht entstigmatisiert und die monströsen wie erhabenen Kulturen gefeiert werden, die die Krise hervorgebracht hat.

 

 

MAGAZIN: OCL – Ausgabe 3 ist endlich da

Die umfangreichste Ausgabe bisher mit über 250 Seiten in limitierter Auflage mit Beiträgen von Chris Kraus, Petra Collins, Liam Denhamer, Moni Haworth, Blackhaine, Cookie Mueller, BFRND, Philipp Timischl, Grandma, Layne Staley <3 Demri Parrott, Laura Albert / JT LeRoy, Comet, Justin Ongeri, Die Rotterdam Junkie Union, Bobby Morebed, Cat Tebo, Will Sheldon & Charlie Fox, God’s Wisdom, Yip Degouti, Simone Weil, Saoirse Bertram, Yoko Ono, Enriqueta Romero / La Santa Muerte, Sematary, Theresa Duncan, Taraneh, Cory Villanueva, Heidi Fleiss, The Maitreya, Cooper B Handy, Jack Self, Tobias Spichtig, The Neo-Grunge Coven, Jon Rafman + vielen mehr. Das Black & Blood & Poppy Gold Cover wurde gestaltet von Dustin Cauchi x Jon Rafman.

Preisinformation:

Abendkasse

Location

Trauma Bar und Kino Heidestrasse 50 10557 Berlin

Hol dir jetzt die Rausgegangen App!

Sei immer up-to-date mit den neuesten Veranstaltungen in Berlin!