Zusammenarbeit mit dem Unbekannten – Versuch einer parasitären und symbiotischen Gestaltung

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Zusammenarbeit mit dem Unbekannten – Versuch einer parasitären und symbiotischen Gestaltung

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Zusammenarbeit mit dem Unbekannten
 – Versuch einer parasitären und symbiotischen Gestaltung

Gezeigt werden im 4. OG des Bilker Bunker Arbeiten aus dem Seminar von Prof. Holger Jacobs, in dem sich Studierende aus der Perspektive der Typografie mit nichtmenschlichen Lebensformen auseinandergesetzt haben. Im Mittelpunkt standen dabei Formen symbiotischer und parasitärer Zusammenarbeit mit Spezies wie Pilzen, Würmern oder Insekten.

Laufzeit
17.-19. Juli 2026

Vernissage
17. Juli, 18 Uhr

Öffnungszeiten
Fr & Sa, 14-21 Uhr
So, 14-18 Uhr

Zum Hintergrund

Die Grundlagen der Typografie, insbesondere in Bezug auf den Umgang mit Texten, haben sich grundsätzlich verändert. In der Schweizer Typografie war der Inhalt noch heilig. Typografie diente der Lesbarkeit und klaren Kommunikation. Dem ist nicht mehr so. Nichts ist mehr eindeutig wahr oder falsch. Die Autorität des Textes, des Autors oder der Autorin gibt es nicht mehr. Wir wissen immer weniger darüber, wo die Informationen, die wir konsumieren oder weiterverarbeiten, eigentlich herkommen – wer daran beteiligt war, welche Plattformen, Menschen, Maschinen, bewusste oder unbewusste Spezies.

Ebenso laufen die meisten körperlichen Prozesse und Reaktionen unbewusst ab. Laut Katherine Hayles (Bacteria to AI) besteht unser Körper aus wesentlich mehr nicht-menschlichen als menschlichen Zellen. Wir befinden uns also längst in einem Zustand der Symbiose mit Bakterien und Mikroorganismen. Die Kritik am Anthropozän wächst. Es ist menschliche Arroganz, wenn wir meinen, dass unser Bewusstsein uns überlegen macht gegenüber Lebensformen, die „nur“ kognitiv sind. Die Frage stellt sich vielmehr nach der Zusammenarbeit mit nicht-menschlichen, aber oft überlebensfähigeren Existenzen.

Peter Schwenger beschreibt eine Schrift der Natur, die sich dem menschlichen Verständnis und der Kontrolle entzieht, als „öko-asemisch“ (eco-asemic), während der deutsche Dichter Franz Mon Wörter mit Insekten vergleicht, die durch Ritzen laufen, neue Verbindungen und Bedeutungen schaffen und die Dynamik der Sprache als ein eigenständiges, beinahe organisches System offenlegen.

Location

Bilker Bunker
Bilker Bunker Aachener Straße 39 40223 Düsseldorf

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