FOTO: © Marieke Reimann
Zweite Wende. Warum Ostdeutschland uns alle angeht
Das sagt der/die Veranstalter:in:
Wende verschlafen, Lebensleistungen entwertet, Chefsessel westdeutsch besetzt – eine wirklich gerechte Einheit wurde verpasst. Nicht nur politisch, auch medial, wirtschaftlich und im Alltag: Ostdeutschland wird oft karikiert, als Klischee statt als Realität wahrgenommen.
Marieke Reimann, 1987 in Rostock geboren und im Plattenbau aufgewachsen, kennt die Brüche aus erster Hand. Als Journalistin und ehemalige Chefredakteurin kämpft sie seit Jahren für eine Sichtbarkeit, die über den «Jammer-Ossi» hinausgeht. Warum finden Einheitsfeiern ohne Ostdeutsche statt? Warum ist Friedrich Merz froh, im Westen geboren zu sein? Warum wird da am rechten Rand gewählt, wo es viel Abwanderung und wenig Frauen gibt? Und können Angela Merkel und Tokio Hotel Vorbilder sein?
Marieke Reimann verbindet persönliche Reportage mit scharfer Analyse und benennt die Leerstellen unserer Gesellschaft auf brillante, ungeschönte Art. Ihr Buch ist ein eindringlicher Appell für den Osten – und für eine Zukunft, in der unsere Demokratie nur gewinnen kann, wenn die Wende endlich bei allen ankommt.
Moderation:
Karoline Staude promovierte an der LMU München in Soziologie zu Zugehörigkeiten von nachwendesozialisierten Ostdeutschen. Ihre Dissertation erscheint im August 2026 beim transcript Verlag unter dem Titel “Das Ostdeutsche als Nicht-Ort”.
Location