Der Golden Pudel Club wurde an seinem jetzigen Ort, am St. Pauli Fischmarkt 27, im Jahr 1994 eröffnet, getragen vom künstlerischen Interesse seiner Betreiberinnen, Gäste und Besucherinnen (und als Weiterführung der kollektiven Idee eines Pudel Clubs, die schon Jahre zuvor in temporären Daseinsformen Ausdruck gefunden hatte). Während sich die kollektive Idee des Golden Pudel Clubs über viele Jahrzehnte als überraschend stabil erwies, waren es die Verhältnisse nie. Konfrontiert mit unsicheren Mietverträgen, aggressiven Investorenplänen oder einer unberechenbaren Stadtentwicklungspolitik, musste der Pudel immer wieder um seine Existenz kämpfen.
Der Golden Pudel Club ist eingebettet in den Stadtteil St. Pauli, in die sozialen Prozesse des Stadtteils mitsamt seinen Gegenbewegungen, insbesondere in das Projekt park fiction und sein Nachbarschaftsnetzwerk. park fiction und der Pudel sind nicht auseinanderzudividieren.
Der Golden Pudel Club stellt eine kollektive Idee dar, die sich in künstlerischen Interessen mitteilt. Im Rahmen dieser Idee bleibt undefiniert, was der Golden Pudel Club eigentlich ist oder werden soll: Kunstraum, Happening-Ort, diskursive Kneipe, offener Club ohne Mitgliedschaften, Freiraum für Experimente, Projekte und Projektionen oder Leerraum für Langeweile und Zwecklosigkeit – eine „Elbphilharmonie der Herzen“, die ihre musikalisch-ästhetische Form und ihren Glamour über den Versuch der Verweigerung gegenüber den Angeboten, Normen und Sachzwängen der bürgerlichen Konsumgesellschaft bezieht.
Unbestimmtheit und Offenheit, bei gleichzeitigem Sichabgrenzen von der bürgerlichen Konsumgesellschaft, trägt das Programm durch die unterschiedlichen kulturellen Bereiche, zuvorderst Sub- und Jugendkulturen, die den Pudel Club seit seinem Bestehen geprägt haben: Punk, Bildende (- und Nichtbildende) Kunst, Hip und Hop, No Wave, Jazz, Elektronik, Techno, Neue Musik, jede Menge falsche und flache, fette und fesche Töne mit unsinnigem Rumorgeln und sinnigem Discokugelquietschen. Der Golden Pudel Club versteht sich als Ort einer alternativen Notwendigkeit, an dem Selbstbestimmtheit, Kratzbürstigkeit, Beklopptheit und Wärme zusammenkommen und zu einer kollektiven Idee verschmelzen. Die Möglichkeit einer Gegenkultur, eines Ortes der progressiven Veränderung und kritischen Beobachtung, der sich immer wieder an sich selbst abarbeitet und der für immer unverkäuflich bleibt, – diese Möglichkeit kommenden Generationen zu bieten, ist die Absicht des Golden Pudel Clubs und seiner Stiftung.
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