mn2018, museumsnacht-2017, tour-süd, photoszene-2019, musi-2019, tour-city, tour-ost

Rautenstrauch-Joest-Museum - Kulturen der Welt

Museumsnacht:

STÄNDIG Die Kulturen der Welt, zuhause in Köln: Die innovative Ausstel- lungskonzeption verzichtet auf die übliche Einteilung in geografische Groß- räume und greift stattdessen Themen auf, die Menschen weltweit bewegen. Das authentische Objekt mit seiner spezifischen Aura und dem jeweiligen Kontext steht im Zentrum. Die Wurzeln des Museums gehen zurück auf das 19. Jahrhundert: Der Kölner Forschungsreisende Wilhelm Joest hinter- ließ seiner Schwester Adele Rautenstrauch damals etwa 3.500 ethnogra- fische Objekte aus aller Welt. Das Rautenstrauch-Joest-Museums wurde 1906 zunächst in der Südstadt eröffnet, seit 2010 steht es am Neumarkt.

AKTUELL »Heilige und Asketen — Miniaturmalerei der Jaina aus Indien«

Die aus Indien stammende Glaubensgemeinschaft der Jaina vermeidet strikt alles, was anderen Lebewesen, also sowohl Menschen als auch Tieren und Pflanzen, schadet. Ihre Anhänger ernähren sich vegan und leben nach einer in der westlichen Welt nahezu unbekannten Lehre der Gewaltlosig- keit. Eine wertvolle Schenkung von Miniaturen aus den heiligen Schriften der Jaina (spätes 14. bis frühes 17. Jahrhundert) gewährt Einblicke.

»Mexikanischer Totenaltar« Die Künstlerinnen Rosaana Velasco und Liliana Cobos gestalten anlässlich des traditionellen »Dia de los Muertos« einen beeindruckenden mexikanischen Totenaltar. Er ist der indigenen Malintzin / Malinche, der Geliebten des spanischen Eroberers Cortés und B. Traven gewidmet. (Foyer)

 

Rautenstrauch-Joest-Museum - Kulturen der Welt:

Der über sieben Meter hohe indonesische Reisspeicher, das Wahrzeichen des Museums im Foyer, fasziniert immer wieder aufs Neue. Er bereitet die Besucher auf das vor, was sie in der Ausstellung erwartet: Jeder Raum entlang des Parcours durch das Museum ist individuell konzipiert und gestaltet. Ob Glaube, Identität, Kunst oder Wohnen: Anstatt einer geografischen Einteilung zu folgen, führt die Reise entlang der großen Fragen, die Menschen auf der ganzen Welt bewegen — immer auch im Abgleich mit unserer eigenen Kultur. Heute ist dieser einzigartige museale Ansatz sicherlich wichtiger denn je. Er betont die Ebenbürtigkeit aller Kulturen, liefert Denkansätze und fördert den Dialog. 2.000 Objekte aus aller Herren Länder zeigen, wie unerschöpflich und bestaunenswert die Kulturen der Welt sind.

Foto: © thang

Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln

3 Min von der Haltestelle Neumarkt (Linien 1, 7, 9, 16, 18)