Ein Kleinod im Weimarer Land aus der Hand von Anna Amalia
„Hier mag der Geschmack aller Art sich ein wenig gehenlassen, ja sogar Spielereien und das freieste eingeben an die Phantasien erlaubt sein.“ (Fürst Pückler-Muskau)
Vom Jagdschloss zur Gartenlandschaft
Fürst Hermann von Pückler-Muskau kam, sah und siegte. Im Auftrag von Carl Alexander, dem Urenkel Anna Amalias, gestaltete er gemeinsam mit seinem ehemaligen Schüler und damaligen Hofgärtner, Eduard Petzold, den einstigen Jagd- und Sommersitz zum englischen Landschaftsgarten um.
Im früheren 18. Jahrhundert stand hier nur das Jagdschloss, erst durch Anna Amalia erhielt die umliegende Landschaft einen Gartencharakter, den ihr Urenkel schließlich durch die Umgestaltung erweitern ließ.
Für den vollkommenen Blick aus dem Schloss zogen die beiden Landschaftsgestalter eine Schneise zu einem offenen Geländeabschnitt. Die dabei entstandene Wiese („Pücklerschlag“ genannt) zieht sich vom Pfaffenthal bis zum Jagdstern.
Spaziergang im UNESCO Welterbe
Ein Spaziergang vom höchsten Punkt auf 384 Meter, der Allee nach unten folgend, eröffnet filmreife Landschaftsmomente, bei denen Gäste einen weiten Blick auf das Thüringer Becken sowie das Schloss und die Kirche genießen können. Der romantische Landschaftspark gehört seit 1999 als Bestandteil des Ensembles »Klassisches Weimar« zum Welterbe der UNESCO.
Der Schlosspark ist ganzjährig frei zugänglich.