Lessingtage 2026, Thalia Theater
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Festival

Lessingtage 2026, Thalia Theater

Das sagt die Seite:

Internationale Gastspiele, Neuproduktionen und Begegnungsformate

Das Thalia Theater startet wie gewohnt mit den Lessingtagen ins neue Jahr. Zwei Wochen lang wird unter der Leitung von Theatermacher Matthias Lilienthal ein hochkarätiges Programm aus internationalen Gastspielen, Neuproduktionen und Begegnungsformaten nach Hamburg gebracht. Angesichts des anhaltenden Siegeszugs rechter und rechtsextremer Kräfte in Europa wird der Begriff "Postpopulismus" zum zentralen Element des Programms. Gezeigt werden zehn verschiedene Produktionen aus Japan, Polen und dem gesamten deutschsprachigen Raum. 

Das Programm der Lessingtage

Der Blick der Lessingtage geht aus programmatischer Sicht vor allem nach Polen – etwa mit Marta Górnickas "Mothers – A Song for Wartime", in dem ein Chor ukrainischer, belarussischer und polnischer Frauen zwischen neun und 71 Jahren über Gewalt, Krieg und Erlebnisse erzählt. Jakub Skrzywanek, Intendant des Stary Teatr Krakau und der junge polarisierende Regisseur seiner Generation, zeigt "Attack on the National Stary Theatre". Zudem beleuchtet ein umfangreiches Symposium, kuratiert von Julia Roth und Olga Drygas, den Postpopulismus in Diskussionen und Vorträgen. 

Die Eröffnungsrede wird in diesem Jahr von der Schriftstellerin, Publizistin und Podcasterin Jagoda Marinić gehalten. In ihrer Rede äußert sie eindrückliche Gedanken zu gesellschaftlichen Phänomenen unserer heutigen Zeit, insbesondere der Frage, wie Demokratie nach dem Populismus neu belebt werden kann. 

Erstmals wird es bei den Lessingtagen ein Festivalzentrum geben: Unter dem Titel "Inhabilia" wird eine Gruppe Kunststudierender aus Düsseldorf rund um die Uhr die Foyers des Thalia Theater bewohnen und zu gemeinsamen Mahlzeiten, Tanz und Gesprächen einladen.