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Römisch-Germanisches Museum im Belgisches Haus

Madame Nielsen

Das sagt der Veranstalter:

Ein namenloser Europäer in einer europäischen Stadt. Es ist 1993, der Mauerfall, der Zusammenbruch der Sowjetunion liegen hinter ihm, und vor ihm eine runde Metallplatte, die sich ächzend und dröhnend bewegt, und darauf: The Wooster Group, eine amerikanische Avantgarde-Theatergruppe. Da weiß der junge Europäer: Er muss nach New York.

 

Die Reise, die der junge Künstler am Anfang von Das Monster (Kiepenheuer & Witsch), dem zweiten Buch der dänischen Performance-Künstlerin und Autorin Madame Nielsen, antritt, währt kaum einen Halbsatz, schon steht er in New York, hungrig und frierend. Er sieht so miserabel aus, dass selbst eine Gang, die ihn eben noch hochnehmen wollte, bald wieder von ihm ablässt. Hals über Kopf ist er aufgebrochen, hat sein letztes Geld für den Flug über den Atlantik ausgegeben. Und schafft es doch ins Atelier der Wooster-Gruppe. Dort probt man ganz locker, ohne Hierarchie und Reglement, so scheint es. In Wirklichkeit aber kreist alles um Willem Dafoe, eine messianische Gestalt, an der sich der junge Europäer messen will. Das Monster ist ein Roman, der zwischen Poesie und Drastik changiert, ein wilder Ritt durch die Performance-Szene der 1990er Jahre. Madame Nielsen spricht über den schönen Schein und die drastische Härte, die sich darin verbirgt und liest selbst aus der Übersetzung von Hannes Langendörfer.

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Wann?

16. Jan. 2020, 19:30 Uhr

Wo?

Römisch-Germanisches Museum
Roncalliplatz 4
3 Min. von der Haltestelle Dom/Hbf (Linien 5, 16, 18)