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Podcast: Rausgegangen mit Rausgegangen - #1 Was bedeutet Corona für die Kulturszene?

Die Veranstaltungsbranche funkt SOS

Sonntag, 15.03.2020

Wir haben eine Woche hinter uns, wie ich sie ehrlich gesagt in meinem Leben noch nie erlebt habe. Ich bin gestern auf dem Krisentreffen der Klubkomm (Vereinigung von Veranstaltungsstätten und Veranstaltern in Köln) gewesen und hatte das Bedürfnis mit ein paar Leuten, die dort waren, über die Situation zu sprechen und das hier einmal für unsere Leser zusammenzufassen.

Wir haben gestern außerdem spontan einen Podcast gestartet und ich habe mich mit Gabriel (CBE, Yuca, Veedel Club und Konzertagentur HushHush), Guido (Wohngemeinschaft, at the b-sites Festival), Stephan (Gloria) und Norbert (c/o pop) zusammengesetzt, um über die Zukunft der Veranstaltungsbranche in Köln zu sprechen. 

In den nächsten Wochen werden mein Kollege Tim Jaspert und ich im Podcast auf der einen Seite Akteure aus der Szene vorstellen und auf der anderen Seite mittelfristig dann auch über andere Dinge als das Corona Virus sprechen.

Was bedeutet die derzeitige Situation für Veranstalter und Clubs: Jeder der rechnen kann, weiß, dass, wenn man eine bestimmte Summe an Fixkosten hat und von einem Tag auf den anderen so gut wie ALLE Umsätze wegfallen, man ziemlich plötzlich ein großes Problem hat. Dies ist bei einigen Veranstaltern und Locations schon am Dienstag passiert und bei im Prinzip allen anderen dann spätestens heute.

Dies stellt sowohl Clubs, als auch Veranstalter vor existenzielle Probleme, denn mit Umsätzen und bereits gelaufenen VVKs wurde geplant und gerechnet. Derzeit hat die gesamte Szene noch immer die Befürchtung mit diesen Problemen am Ende dann doch alleine da zu stehen.Eine wichtige Forderung wurde gestern erfüllt, als die Stadt Köln Veranstaltungen auch offiziell verboten hat. Zuvor haben Veranstalter auf eigene rechtliche Gefahr gehandelt und mussten fürchten für Regressansprüche haftbar gemacht zu werden.

Klar ist jedoch nach dem Gespräch, dass viele in der Branche um ihre Existenz bangen werden und wenn die Politik nicht unbürokratisch hilft, die kulturelle Szene in Köln und Deutschland massiv schwinden wird.Aber es gab laut der Runde im Podcast in den letzten 72 Stunden aber auch einige positive und emotionale Momente. So erzählt Gabriel (Club Bahnhof Ehrenfeld) im Podcast von berührenden Gesprächen mit Mitarbeitern und Norbert (c/o Pop) meint, dasa die Situation zeigt, wie gut die Szene zusammen halten kann.

Alles ausführlich hier im Podcast: 

Zum Podcast

Bleibt gesund und kommt so gut es geht durch diese Zeit,
Tim

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