Das Quartett CRUTCHES ist ein Hybrid aus Kammerjazz und Fahrstuhlpunk. Die Keytar, eine Kombination aus Keyboard und Gitarre, ist das tonangebende Instrument, während die Rhythmusgruppe Versatzstücke aus Jazz und Metal zu delikat ineinander verwobenen rhythmischen Strukturen formt. Dabei entstehen eigenwillige Instrumentalsongs, über denen ein geräuschvoller Schleier aus Noise, Monochord und singenden Steinen liegt. Crutches setzt sich mit der Ästhetik von Maschinen auseinander, persifliert Stile und Klischees und malt mit musikalischen Mitteln ein Bild unserer vielschichtigen, überwältigenden und manchmal auch komischen Gegenwart. (vem)
Die sogenannten Four Letter Words haben im Amerikanischen kein gutes Ansehen, stehen sie doch oft für schmutzige Inhalte. Fuck, Cunt, Crap, Dirt, Shit, aber auch Funk, Beat, Rock, Punk und Jazz. Die Leipziger Band Crutches vertont nun eine Reihe von Vierbuchstabenkombinationen, die nicht ganz so mies beleumundet sind wie zum Beispiel Fare, Core, Free oder Frog. Umso mehr hat es die Musik selbst in sich. Bei „Four Lttr Wrds“ handelt es sich um eine krude Mischung von Jazz-Rock, Metal, Mathrock, Punk, Krautrock und Noise, die bewusst unausgewogen ist, um niemals vorhersehbar zu sein. Manches wirkt dystopisch, anderes versöhnlich, nichts jedoch opportunistisch. Auch wenn die Songtitel nicht vordergründig provokant sind, liegt den Songs doch stets unterschwellig eine Haltung von Renitenz zugrunde. Crutches sind typische Vertreter der wohl zurzeit musikalisch aufmüpfigsten deutschen Jazzgemeinde Leipzig. Wer bereits Freude an Bands wie Glotze oder Hypochondrische Ängste hat, kommt bei Crutches voll auf seine Kosten. (wolf kampmann, jazz thing)
Jan Frisch – gtr/b
Olga Reznichenko – keytar/synth
Laure Boer – electr
Valentin Schuster – dr
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Ab 21:00 Uhr Jamsession
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Das Konzert ist teilbestuhlt, es besteht kein Anspruch auf einen Sitzplatz.
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Fotografieren ist grundsätzlich nicht erwünscht.