FOTO: © Joseph Kadow

Enad Marouf: In My Hand a Word

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Für den syrisch-deutschen Performance- und Videokünstlers Enad Marouf stehen Körper und Text im Mittelpunkt. Seine Arbeiten folgen einer eigenen poetischen Sprache der koexistierenden Medien: eine Zeitlichkeit, die Grenzen von Tanz, Sprache, Video und Installationen aufbricht.

Die Performance In My Hand a Word basiert auf Maroufs Text mit dem gleichnamigen Titel. Dieser folgt einer Figur, die ihre Hände betrachten. Je länger sie auf ihre Hände blickt, desto mehr verlieren sie ihre Bedeutung. Die Hand wird in diesem Text nicht nur als Metapher genutzt, sondern auch als Verkörperung der eigenen Identität. Ihr Bedeutungsverlust ist genauso traurig wie befreiend, da nun neuer Sinn (re)konstruiert werden kann. Es entsteht eine Dualität von Verlust und Wiederherstellung.

In seiner szenischen Adaption des Textes rückt Marouf Verlust aus einer queeren Perspektive in den Mittelpunkt: den Verlust von Familie, Heimat und Beziehungen, aber auch den Verlust von Bedeutung und Sprache. Das Publikum betritt einen Ort, an dem sich Fragmente von Bewegung, Sprache und Musik überlagern. Dieser Ort entspricht fragmentierten Erinnerungen Maroufs an Damaskus. Hier bewegen sich zwei Figuren durch Szenen, deren innerer Zusammenhang durch Erinnerungen, Anekdoten und assoziativen Bezügen immer weiter aufgelöst wird. Für das Publikum entsteht daraus eine Freiheit, sich mit der eigenen Zeitlichkeit, persönlichen Erfahrungen und Empfindungen auseinanderzusetzen.

INFORMATIONEN ZUR BARRIEREFREIHEITWenn aus den folgenden Informationen Fragen offenbleiben, wenden Sie sich gern an Hannah Aldinger unter barrierefreiheit@sophiensaele.com oder 030 27 89 00 35. Bitte beachten Sie, dass sich Einzelheiten gegebenenfalls bis zum Veranstaltungstag ändern.

Allgemeines: Die Aufführung dauert ca. 50 Minuten und verwendet wenig Sprache. Ein Gedicht wird auf Englisch gesprochen. Auf der Bühne werden Stroboskopeffekte, Verdunkelungen, blendende Übergänge und verblassendes Licht, laute Töne und Nebel eingesetzt. Das Publikum wird an einer Stelle geblendet.

Publikumsbereich: Die Lichtsituation im Zuschauerraum ist eher dunkel. Der Zuschauerbereich auf der Tribüne ist bestuhlt. Es gibt zwei Rollstuhlplätze und zwei Sitzsäcke, die je nach Verfügbarkeit reserviert oder im Online-Ticketshop oder an der Abendkasse erworben werden können.

Anfahrt: Aufgrund des Weihnachtsmarktes in der Sophienstraße sind die Sophiensaele am 10. und 11. Dezember nicht mit dem Auto anfahrbar.

Early Boarding: Falls die Tür zum Saal aus künstlerischen Gründen erst sehr kurz vor Vorstellungsbeginn öffnet, besteht die Möglichkeit zum Early Boarding. Dies ist der früher Einlass für alle Menschen (insbesondere mit sichtbaren oder nicht-sichtbaren Behinderungen), die einen bestimmten Sitzplatz oder einen entspannteren Einlass wünschen. Das Early Boarding beginnt in der Regel 10-20 Minuten vor Vorstellungsbeginn. Der Treffpunkt ist neben der Bar. Fünf Minuten bevor das Early Boarding beginnt, macht eine Durchsage vor Ort noch einmal darauf aufmerksam. Unser Abendpersonal hilft Ihnen gerne beim Finden des Treffpunktes.

Weitere Informationen zur Barrierefreiheit finden Sie außerdem hier.

Location

SOPHIENSÆLE
Sophienstraße 18
10178 Berlin

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