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feeLit 2026: Retrospektive der Künstlerin und Schriftstellerin Ré Soupault

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Die feeLit – Internationales Literaturfestival Heidelberg gastiert vom 2. bis 5. Juli mit ihren Autor:innen nun schon zum zweiten Mal in der halle02. An unserem Festivalort soll es um Bücher und das Schreiben gehen. In diesem Jahr präsentiert die feeLit nationale und internationale Literaturstars und bringt Autor:innen mit ihrem Publikum zusammen. 

 

feeLit 2026: Retrospektive der Künstlerin und Schriftstellerin Ré Soupault


Moderation: Dr. Agathe Mareuge und Manfred Metzner
Sprache: Deutsch

 

»Und bei Itten geschah etwas, was uns befreite. Wir lernten nicht malen, sondern lernten neu sehen, neu denken und zugleich lernten wir uns selber kennen.«


Mit zwanzig Jahren kam Ré Soupault, die damals noch Meta Erna Niemeyer hieß, aus Pommern 1921 ans Bauhaus in Weimar. Gegen den Willen ihrer Eltern war sie eine der ersten Frauen, die am Bauhaus studieren konnten und die vier Jahre, die sie dort verbrachte, sollten sie als Mensch und Künstlerin maßgeblich prägen.
Schon während ihrer Studienzeit arbeitete sie mit dem Avantgardisten Vikting Eggeling an dessen Experimentalfilm »Diagonal-Symphonie«. Anfang der 30er Jahre begann sie in Paris eine Karriere als Modeschöpferin und erfand das Verwandlungskleid und den Hosenrock: Funktional und ästhetisch zugleich, so wie es zur Bauhaus-Philosophie, doch auch zur modernen, arbeitenden Frau passte. Als Ré Soupault ihren späteren Ehemann , den Surrealisten, Verleger und Journalisten Philippe Soupault kennenlernte, wendete sie sich der Fotografie zu und dokumentierte die zahlreichen Reisen, die beide gemeinsam unternahmen. Auch ihr fotografisches Werk ist vom Bauhaus geprägt: Sie versuchte stets, sich mit dem Objekt, das sie fotografierte, zu identifizieren, wahrhaftig zu sein. Nach ihrer Flucht aus Tunis (1942) lebte sie lange in Algerien und den USA. Erst 1948 kehrte sie aus dem Exil nach Europa zurück und lebte in Basel. U.a.studierte sie dort vier Jahre bei Karl Jaspers. 1957 kehrte sie nach Paris zurück, arbeitete als Übersetzerin, Rundfunkautorin und Herausgeberin von internationalen Märchen-Sammlungen. Sie starb 1996 in Paris. Am 29. Oktober würde sie 125 Jahre alt werden

Dr. Agathe Mareuge ist Dozentin in Germanistik und Kulturvermittlung an der Sorbonne Universität in Paris. In ihren Forschungen und in ihrer Lehre hat Agathe Mareuge sich schon immer für deutsch-französische, internationale Fragestellungen und für Transdisziplinarität interessiert. Agathe Mareuge ist auf die Geschichte des Dadaismus, des Surrealismus und des Bauhauses spezialisiert. Sie habilitiert sich aktuell an der Sorbonne über Ré Soupault.

Manfred Metzner ist Verleger (Verlag Das Wunderhorn) und seit 1996 Nachlaßverwalter von Ré Soupault. In seinem Verlag hat er bisher 20 Publikationen über sie herausgegeben. Außerdem kuratierte er zahlreiche Ausstellungen zu ihrem Werk (u.a. Martin-Gropius-Bau Berlin, Kunsthalle Mannheim, Universität Basel, Welt-Tournee des Goethe-Instituts).

 

Gut zu wissen

Location

halle02
halle02 Zollhofgarten 2 69115 Heidelberg

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