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Gender Pay Gap in der Kulturbranche – Same Stage, less Pay? ・ Pop-Kultur Festival 2026
Das sagt der/die Veranstalter:in:
24.–30. August 2026 | silent green Kulturquartier, Festsaal Kreuzberg, Kulturbrauerei, Pierre Boulez Saal u.a.
Live-Konzerte, experimentelle Musikformate, Talks und mehr. Es erwarten dich internationale und lokale Künstler*innen, Weltpremieren und Musik in all ihren Facetten. Von großen Bühnen bis zu intimen Clubshows.
»Same stage, less pay?« Die Bühne mag dieselbe sein, die Gagen sind es oft nicht. Während sich die Kulturbranche gern als progressiv, offen und divers versteht, erzählen die Zahlen eine andere Geschichte: Frauen verdienen in der freien Kulturszene weiterhin deutlich weniger als Männer. Unter freiberuflichen Künstler*innen liegt der Gender Pay Gap aktuell bei rund 25 Prozent – in der Musikbranche sogar noch höher. Hier verdienen Frauen im Schnitt 27 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Woran liegt das? Hinter diesen Zahlen stehen nicht nur individuelle Ungleichheiten, sondern tief verankerte Strukturen: informelle Netzwerke, tradierte Rollenbilder, mangelnde Transparenz und eine Industrie, die Sichtbarkeit oft mit Wert verwechselt. Was muss sich ändern, damit Künstlerinnen fair bezahlt werden? Das Gespräch bringt Akteur*innen zusammen, die die Mechanismen dieser Ungleichheit aus sehr unterschiedlichen Perspektiven kennen – aus Gewerkschaftsarbeit, Labelpolitik, Musikpraxis und Medienöffentlichkeit. Gemeinsam fragen sie, warum faire Bezahlung in der Kulturbranche noch immer Ausnahme statt Selbstverständlichkeit ist, wie ökonomische Macht verteilt wird und welche Formen von Solidarität, Organisation und strukturellem Wandel tatsächlich etwas verändern könnten. Es geht um Geld, Sichtbarkeit, Arbeit – und um die Frage, wer in der Popkultur eigentlich unter welchen Bedingungen arbeiten kann. Es diskutieren Lisa Mangold, Gewerkschaftssekretärin bei ver.di, die gemeinsam mit Kolleg*innen Modelle für transparente und gerechte Honorierung selbstständiger Kulturschaffender entwickelt hat. Sie ist zudem Mitinitiatorin der Initiative »Verlage gegen Rechts« und Teil des Kollektivs MF 3000. Außerdem dabei: Mine, deren Musik Pop, Hip-Hop und orchestrale Arrangements in ein cineastisches Klangbild überführt und die sich seit Jahren mit Fragen von Sichtbarkeit, Autorschaft und Produktionsbedingungen in der Musikindustrie auseinandersetzt. Mit auf dem Panel sitzt zudem Anne Haffmans, Senior A&R-Managerin bei Domino Records, einem der international renommiertesten Independent-Labels. In ihrer Arbeit begleitet sie Künstler*innen langfristig und war unter anderem an den Karrieren von Depeche Mode, Moby, Franz Ferdinand und Wet Leg beteiligt. Moderiert wird das Gespräch von Juliane Reil und Christoph Reimann. Reil – von Chilly Gonzales einst scherzhaft »Miss Real« genannt – ist Musikjournalistin und Autorin. Sie arbeitete viele Jahre als Moderatorin bei ByteFM, bevor sie zum Deutschlandradio wechselte. Dort moderiert sie und tritt als Kritikerin in Erscheinung – auch zu kultur- und gesellschaftspolitischen Themen. Reimann arbeitet seit Jahren als Journalist, Host und Producer unter anderem für Deutschlandfunk Kultur und ByteFM.
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