Kate Newby ist eine aufmerksame Beobachterin und Sammlerin – Spuren, Objekte und Fragmente, die auf den ersten Blick alltäglich wirken, schreibt sie in Werke ein, die sich in Zwischenräumen und besonderen Orten einnisten. Die Umgebung wird dabei zum Teil der Arbeit: Sie verändert sich über die Zeit ihrer Präsentation kontinuierlich.
In München findet Newbys ortsbezogene Intervention „anything, anything“, die 2024 für die Klosterruine Berlin entstanden ist, eine neue Form. Rund 1.000 handbearbeitete Ziegel fügen sich in zwei langen Linien in die Grünfläche neben dem Museum Brandhorst ein und laufen auf das sogenannte Türkentor und Walter De Marias „Large Red Sphere“ zu.
Im Gespräch mit Juliane Bischoff (Kuratorin, Portikus Frankfurt) erkundet Newby ihre Praxis, das Potenzial von Materialien und den öffentlichen Raum als Zone verwobener Orte, Zeiten und Geschichten.
Das Gespräch findet im Rahmen der Ausstellung „Carrying" und Various Others statt.