Die aktuelle Ausstellung im PalaisPopulaire beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Zeitlichkeiten, die Gebäude, Objekte und Erzählungen über die Jahrhunderte hinweg aufnehmen und in sich tragen. Auch persönliche Geschichten sind nie frei von den Erzählungen anderer und können nicht von der Vergangenheit losgelöst betrachtet werden. Hierzu präsentieren Katharina von Uslar und Edgar Rai neu erschienene literarische Werke, in denen Zeit, Erinnerung und subjektive Wahrheiten aufeinandertreffen.
Schauspieler Anton Weil liest jeweils Auszüge aus den vorgestellten Büchern: In dem wendungsreichen Roman, „In Ihrem Haus" von Yael van der Wouden (Gutkind) werden zwei sehr unterschiedliche Frauen über einen gemeinsamen Ort verbunden. Auch in Liz Moores neuem Thriller „Der Gott des Waldes" (C.H.Beck) spielt eine bestimmte Region eine prägende Rolle. Wie man Orte und Zeit mit den eigenen Erfahrungen überschreiben und dadurch einer anderen Person körperlich und seelisch näherkommen kann, erzählt Florentin Schumacher in seinem Debüt „Anschlussfehler" (Voland & Quist). Und Anne de Marcken schreibt in „Es währt für immer und dann ist vorbei" (Suhrkamp) tragikomisch vom Vergessen – und von der Liebe, die bleibt.
In Kooperation mit der Buchhandlung Uslar & Rai