CUB 1968 · 160 min · OmU · digitalDCP · ab 18 · R: Humberto Solás · B: Humberto Solás, Nelson Rodríguez, Julio García Espinosa · K: Jorge Herrera · D: Raquel Revuelta, Eslinda Nuñez, Adela Legrá, Ramon Brito, Adolfo Llauradó u. a.
Die Vorführung ist der Schauspielerin Adela Legrá gewidmet, die am 2. Januar dieses Jahres in Santiago de Cuba verstorben ist.
Vor dem Hintergrund der kubanischen Geschichte entfaltet sich ein Film, der persönliche Erinnerung und kollektives Trauma eng miteinander verknüpft. Erzählt wird das Leben einer Frau, deren Biografie in Rückblenden zentrale Phasen der jüngeren Vergangenheit Kubas durchmisst: den Kampf gegen die Diktatur Gerardo Machados in den 1930er-Jahren, die Hoffnungen und Enttäuschungen der folgenden Jahrzehnte sowie die Umbrüche nach der Revolution von 1959.
Entstanden 1968 unter der Regie von Humberto Solás, gilt das Werk als Schlüsselbeitrag des „Neuen kubanischen Kinos“. Formale Strenge, symbolisch aufgeladene Bilder und eine episodische Struktur verbinden sich zu einer klar politischen, zugleich zutiefst subjektiven Erzählweise. Die Titelfigur ist dabei weniger als individuelle Heldin denn als Projektionsfläche gesellschaftlicher Erfahrungen angelegt. International fand der Film früh Anerkennung, unter anderem durch Auszeichnungen bei internationalen Festivals, und wurde zu einem Referenzpunkt für das lateinamerikanische Autor*innenkino der 1960er-Jahre. Bis heute beeindruckt er durch seine konsequente Verbindung von persönlichem Schicksal, nationaler Geschichte und filmischer Innovation.
In Kooperation mit der Regionalgruppe Düsseldorf der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V. und EcoMujer e.V.
Gefördert durch den Eine-Welt-Beirat der Landeshauptstadt Düsseldorf.
Preisinformation:
Eintrittspreis 7 Euro · ermäßigt 5 Euro · mit Black-Box-Pass 4 Euro · Kartenreservierung Tel 0211 - 8992232