FOTO: © Nachlass Charlotte Posenenske und Mehdi Chouakri, Berlin

Matters of Tactility: Revisiting Charlotte Posenenske

Gesprochenes Art

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Charlotte Posenenske schuf bereits Ende der 1960er Jahre Arbeiten, die sich durch ihre Serialität, Reproduzierbarkeit und Zugänglichkeit auszeichnen. Ihre Objekte und Skulpturen waren und sind erschwinglich, interaktiv, taktil, unlimitiert, unsigniert und nicht zuletzt verspielt und ephemer. Ihr Anfang 1968 veröffentlichtes Manifest zeugt von einer so luziden Programmatik wie es zugleich ein eindringliches Dokument des sich abzeichnenden Bruchs mit der Kunst ist: „Es fällt mir schwer, mich damit abzufinden, dass Kunst nichts zur Lösung drängender gesellschaftlicher Probleme beitragen kann.“ Konsequent folgte dieser Bruch noch im selben Jahr auf dem Höhepunkt ihrer künstlerischen Produktivität.

Heute stellt sich die Frage, wie mit einer Künstlerin, die ihr Werk theoretisch so präzise abgesteckt hat, kuratorisch und künstlerisch umzugehen ist, ohne der Faszination an ebenjene theoretische Versiertheit anheimzufallen? Wie lässt sie sich in den Kontext der 1960er Jahre setzen, ohne ihre Eigentümlichkeit zu verwischen? Und warum wirkt sie immer noch und immer mehr so „erstaunlich heutig“ (Paul Maenz)?

Astrid Wege hat noch vor Posenenskes sogenannter ‚Wiederentdeckung‘ auf der documenta 12 (2007) eine Retrospektive zu ihr im Jahr 2005 kuratiert, Alexis Lowry ist Ko-Kuratorin der vielfach beachteten Ausstellung Charlotte Posenenske: Work in Progress (2019) und kuratiert im Rahmen einer Residency an der Stiftung Bauhaus Dessau eine weitere Ausstellung zu Posenenske. Das Gespräch wird moderiert vom Kunsthistoriker Dirk Hildebrandt.

Online via Zoom

Sprache: Englisch

Eintritt frei

Location

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