F 2024 · 104 min · OmU · digitalDCP · ab 18 · R/B: Alain Guiraudie · K: Claire Mathon · D: Félix Kysyl, Catherine Frot, Jean-Baptiste Durand, Serge Richard, Jacques Develay u.a.
Der Protagonist Jéréme kehrt zu einer Beerdigung in ein abgelegenes Dorf im Südwesten Frankreichs zurück. Nach der Trauerfeier bleibt er, mehr aus innerer Notwendigkeit als aus Pflichtgefühl, im Dorf – eine Art Fremdkörper in einer Gemeinschaft, in der jede Beziehung aufgeladen ist mit Wunsch, Misstrauen und unterschwelliger Gewalt. Und in dieser Situation geschieht ein Mord.
So entsteht ein subtiler, genreübergreifender Thriller, in dem klassische Spannungselemente mit einer tiefen Analyse von Begehren und Moral verknüpft werden. Guiraudie interessiert sich dabei weniger für die konkrete Aufklärung des Verbrechens, sondern viel mehr für die komplexen Beziehungsstrukturen im Dorf – zwischen Schuld, Verdrängung und Anerkennung. Dabei spielt die ambivalente Atmosphäre, changierend zwischen Idylle und Bedrohung, eine besonders wesentliche Rolle und unterstützt das fast labyrinthartige Erzählmodell, das von unterschwelligem Unbehagen getragen ist.
Einführung: Alice Girin (Institut français). In Kooperation mit dem Institut français Düsseldorf.
Preisinformation:
Eintrittspreis 7 Euro · ermäßigt 5 Euro · mit Black-Box-Pass 4 Euro · Kartenreservierung Tel 0211 - 8992232