Politisch Lesen // Der ZweiEinsDrei Buchklub im HausDrei

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Politisch Lesen // Der ZweiEinsDrei Buchklub im HausDrei

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Politisch Lesen // Der ZweiEinsDrei Buchklub im HausDrei

Trübe Aussichten? 

In der zweiten Staffel von Politisch Lesen wollen wir uns mit Utopien und Dystopien beschäftigen. Macht es überhaupt Sinn, sich eine Zukunft auszumalen, die mehr ist, als eine logische Fortsetzung der Gegenwart? Sollten wir vielleicht, anstatt uns über Utopien Gedanken zu machen, die jüngsten Berichte des Weltklimarats studieren und uns dann über Schadensbegrenzung den Kopf zerbrechen? Und sind Dystopien nicht vor allem dazu geeignet, eine kollektive Depression zu befördern? 

Dem ließe sich entgegenhalten, dass uns gerade heute, angesichts von Klimawandel und zunehmender globaler Ungerechtigkeit, konkrete Utopien mehr denn je fehlen. Dystopien, so bedrückend sie sein mögen, geben uns nicht nur eine Vorahnung von einer Zukunft, die uns droht, wenn wir es nicht schaffen, ein Immer-weiter-so der Gegenwart zu verhindern. Sie könnten auch als Ermunterung zum Widerstand gelesen werden. 

An sieben Montagabenden (verteilt über zwölf Wochen) werden wir drei dystopische Romane und eine Reihe kürzerer Texte über das Potenzial utopischen Denkens diskutieren. Vielleicht gelingt es uns sogar, gemeinsam konkrete Utopien zu denken. Wie schon bei der ersten Staffel von Politisch Lesen wollen wir versuchen, uns nicht nur einen fundierten Zugang zu drängenden gesellschaftlichen Problemen zu erarbeiten, sondern auchüber mögliche Handlungsperspektiven ins Gespräch zu kommen. 

Wir werden die folgenden Texte lesen (zum Teil in Auszügen): 

  • Octavia Butler, Die Parabel vom Sämann [1993 in den USA erschienen, spielt im Jahr 2024] 

  • Tatsuzō Ishikawa, Die letzte Utopie [1952 in Japan erschienen, spielt im Jahr 2027] 

  • John Lanchester, Die Mauer [Dystopie eines in Hamburg geborenen britischen Schriftstellers über Klimawandel und Zwangsmigration] 

  • Michael Hirsch / Kilian Jörg, Durchlöchert den Status Quo! 

  • Artur Becker, Links. Anfang und Ende einer Utopie (Auszug) 

  • sowie kurze Texte von Ernst Bloch, Ursula K. Le Guin, Volker M. Heins, Ágnes Heller und Donatella Di Cesare 

 

Termine: 14. 9., 21. 9., 5. 10., 19. 10., 2. 11., 16. 11., 23. 11. 

jeweils um 19:30 Uhr – Dauer maximal zwei Stunden 

Ort: HausDrei - Stadtteilkulturzentrum Altona-Altstadt im August-Lütgens-Park Hospitalstraße 107, 22767 Hamburg 

Die sieben Abende sind keine jeweils in sich abgeschlossenen Veranstaltungen, bei denen immer nur ein Text besprochen wird. Stattdessen soll sich die Diskussion über den gesamten Zyklus erstrecken. Mit manchen Texten werden wir uns mehrfach beschäftigen. Es ist deshalb wichtig, an möglichst allen Abenden teilzunehmen. 

Voraussetzung zur Teilnahme ist eine vorherige Lektüre des jeweils besprochenen Texts.  

Politisch Lesen ist ein Gemeinschaftsprojekt von HausDrei und der Buchhandlung ZweiEinsDrei. Vorbereitet und moderiert werden die Abende von Klaus Neumann. Klaus war bis vor einigen Jahren als Professor für Geschichte an einer australischen Universität tätig. Er ist der Autor des 2024 erschienenen Buches Blumen und Brandsätze. Eine deutsche Geschichte 1989–2023 über den Umgang mit Flüchtlingen in Hamburg und in der Sächsischen Schweiz. 

Dies ist die zweite Staffel von Politisch Lesen. Sie schließt sich thematisch an die erste (im Frühjahr/Frühsommer 2026) an, in der wir uns mit der Frage auseinandersetzten: „Droht ein neuer Faschismus?“ Teilnahme an der ersten Staffel ist jedoch nicht Voraussetzung für die Teilnahme an der zweiten. 

Weitere Informationen (auch über die Texte und die Reihenfolge, in der sie gelesen werden) erfolgen nach Anmeldung. Im Interesse einer produktiven Diskussion wird die Teilnehmerzahl gedeckelt. 

Anmeldungen – bitte bis zum 1. September an politischlesen@web.de – werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt. Eine Teilnahme ohne vorherige Anmeldung ist leider nicht möglich. 

 

Preisinformation:

Anmeldung unter: politischlesen@web.de

Location

HausDrei // Stadtteilkulturzentrum
HausDrei // Stadtteilkulturzentrum Hospitalstraße 107 22767 Hamburg

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