FOTO: © Central Film

Prinzessin Mononoke

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Als der Prinz Ashitaka bei der Verteidigung seines Dorfes gegen einen dämonischen Keiler von einem Fluch getroffen wird, gerät er auf der Suche nach einer Heilung zwischen die Fronten eines tobenden Kriegs. Die Tiere und Waldgötter versuchen dabei der andauernden Naturzerstörung der Menschen und ihrer Eisenhütte ein Ende zu bereiten. Während er eigentlich zwischen der eigenen Spezies und den Tieren vermitteln will, lernt er die bei den Wölfen lebende Prinzessin Mononoke kennen und wird immer tiefer in den sich zuspitzenden Kampf gezogen. 

In Prinzessin Mononoke greift Myazaki eines seiner Herzensthemen auf. Die Umweltzerstörung, die in Nausicaä (1984) bereits geschehen ist, wird hier im Entstehen thematisiert. Die Industrialisierung hat gerade erst begonnen und der Prozess sieht sich noch erheblichem Widerstand ausgesetzt. Dabei greift Myazaki erneut auf fabelhafte Wesen und vor allem Kinder zurück, um Umweltzerstörung und die Relevanz von friedlicher Koexistenz von Mensch und Umwelt zu thematisieren. Warum er dabei ausgerechnet diese Mittel wählt wird schnell deutlich, wenn man sich seine Hauptcharaktere anschaut: Selbst in einem der graphischsten Ghibli-Filme, der voller berechtigtem Hass und Kampfeswut ist, verkörpert bei Miyazaki Prinz Ashitaka das Gute in der Menschheit. Und durch nichts lässt sich eine hoffnungsvolle Perspektive besser darstellen, als durch die Augen eines Kindes inmitten einer Fabelwelt. 

Martin Böckler
Gezeigt im Rahmen der Filmreihe: Industrialisierte Natur

Location

aka filmclub kino Schänzlestraße 1 79104 Freiburg im Breisgau
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