Das sagt der/die Veranstalter:in:
RIKI-OH: THE STORY OF RICKY präsentiert sich als eigenwilliges Martial-Arts-Splatter-Abenteuer, das Klamauk und brutale Actionszenen zu einer ungewöhnlichen Mischung verwebt. Im Zentrum steht Louis Fan Siu-Wong als der titelgebende Ricky, der sich mit einer unvergleichlichen Kampfkraft durch eine immer grotesker werdende Gefängnishierarchie kämpft.
Ricky, ein Neuankömmling hinter Gittern, beeindruckt mit übermenschlichen Kräften zwischen den Ikonen Jesus, Hercules und Bruce Lee. Schnell gerät er in einen Konflikt, denn das Gefängnis wird privatwirtschaftlich geführt und bestimmt vom Gesetz des Stärkeren. Während Ricky gleichzeitig im Besitz der größten Kraft und eines starken Gerechtigkeitssinns ist, stellt er so manche Engstirnigkeit im System auf die Probe.
Der Film spielt mit Elementen futuristischer Gefängnis-Episoden, martial arts-typischem Über-the-Top-Gore und einer Portion absurden Slapsticks. Wer handgemachte Gore-Effekte zu schätzen weiß, kommt mit der blutigen Fantasie auf seine Kosten: Köpfe explodieren fast schon spielerisch, Augäpfel scheinen aus ihren Höhlen zu springen und abgetrennte Gliedmaßen sind ebenso häufig zu sehen wie ganze Körperteile.
RIKI-OH gehört zum Höhepunkt des Hongkong-Actionkinos der 90er, das mit Bruce Lee begann und sich in dieser trashig-dystopischen Vision mit brutalen Kampfszenen und gesellschaftskritischen Untertönen zeigt. Der Film sorgt mit seiner Darstellung einer industrialisierten Gefängniswelt für eine spitze Kritik an kapitalistischen Strukturen, in denen selbst Haftanstalten gewinnorientierte Unternehmen sind.