Von Donnerstag bis Sonntag präsentiert das Filmprogramm beim Rundgang 2025 insgesamt 44 Filme von Studierenden der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM), die in den letzten zwölf Monaten im Rahmen des Studiums entstanden sind. Gezeigt werden Spielfilme, Dokumentarfilme, Animationen, Experimentalfilme und hybride Formen des filmischen Erzählens, die in 13 Programmblöcken in der Aula der KHM und im Filmforum im Museum Ludwig gezeigt werden.
Donnerstag, 17. Juli 2025, 20 Uhr
Filmforum im Museum Ludwig, Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln
Moderation: Nicolette Krebitz, Vertretungsprofessorin
Shawano, 2024, 13 Min.
Experimentalfilm/Dokumentarfilm von Felix Bartke (Regie & Buch), Fabian Martin Anger (Bildgestaltung)
Eine Imitation einer Western-Ranch im deutschen Niemandsland, versteckt hinter Büschen an der Autobahn. In der Attrappe wird der Traum vom Leben als Film-Cowboy real. Kontemplation und Routinearbeit, jeder Handgriff scheint zu sitzen, bis der Zigarettenrauch die Geister vergangener Tage heraufbeschwört.
Im Zweifelsfall, 2025, 30 Min.
Spielfilm von Till Gombert (Regie & Buch), Carmen Rivadeneira (Bildgestaltung)
Sönke fährt seine schwangere Lebensgefährtin Vivian von der Arbeit nach Hause. Doch auch dort wollen ihre Schmerzen nicht aufhören. Während sie hofft, dass die Hebamme sie endlich zurückruft, und die Situation stoisch erträgt, wird er zunehmend nervös – unsicher über seine Rolle in ihrer ersten Schwangerschaft. Der gemeinsame Umgang mit Sorgen, Ängsten und Gefühlen offenbart die Konstruktion ihrer Beziehung.
Chrysanthemum, 2025, 9 Min.
Animation von Jingyuan Luo
Was bedeutet es, inmitten einer globalen Pandemie die eigene Mutter an das invasive Quarantäneregime eines Staates zu verlieren? In „Chrysanthemum“ nähert sich Jingyuan Luo dieser Frage anhand des Falls einer chinesischen „suicide jumper" an. Sie zeigt und durchlebt immer wieder das Trauma eines Todes, der von dem Staat, der ihn verursacht hat, unsichtbar gemacht wird. Wie die namensgebende Blume der Trauer ist ihre Betrachtung unheimlich schön in ihrer erschütternden Traurigkeit.
ERBSCHAFT, 2024, 42 Min.
Spielfilm von Boris Maximov (Regie & Buch), Philipp Theiss (Bildgestaltung)
2032: Nach Russlands Niederlage im Ukraine-Krieg kehrt Alex, Sohn russischer Exilanten, mit seinem deutschen Freund ins Land kollektiver Amnesie zurück, um das Erbe an Omas Wohnung anzutreten. Doch die Nachbarn haben es längst auf die freie Wohnung abgesehen. Nur deren Tochter erinnert sich an den Nachbarsjungen. Zwischen Erinnerung, Korruption und politischer Geisterbeschwörung entspinnt sich eine Groteske über Schuld, Verdrängung und das Erbe einer vergifteten Gesellschaft.
I learn, get hurt, accept, strive, fight, love, cry and laugh, 2025, 21 Min.
Experimentalfilm von Chanmin Kim
Eines Tages hast du mich gefragt: Lebst du dein Leben in vollen Zügen? Aber was bedeutet es überhaupt, das Leben in vollen Zügen zu leben? Seit ich diese Worte am Telefon gehört habe, kann ich nicht aufhören, darüber nachzudenken. Was meinst du mit „das Leben in vollen Zügen leben“? Ich meine einfach… gibst du wirklich dein Bestes im Leben? Diese Worte von jemandem zu hören, den ich liebe, gibt mir ein seltsames, unerklärliches Gefühl…
Nach der Vorführung erzählen die anwesenden Regisseur*innen, Autor*innen und Bildgestalter*innen in einem Publikumsgespräch vom Entstehungsprozess ihrer Filme und stellen ihre Filmteams vor.