Von Donnerstag bis Sonntag präsentiert das Filmprogramm beim Rundgang 2025 insgesamt 44 Filme von Studierenden der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM), die in den letzten zwölf Monaten im Rahmen des Studiums entstanden sind. Gezeigt werden Spielfilme, Dokumentarfilme, Animationen, Experimentalfilme und hybride Formen des filmischen Erzählens, die in 13 Programmblöcken in der Aula der KHM und im Filmforum im Museum Ludwig gezeigt werden.
Freitag, 18. Juli, 20 Uhr
Filmforum im Museum Ludwig, Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln
Moderation: Prof. Pia Marais
Mutterseelenallein, 2025, 15 Min.
Spielfilm von Michelle Blum (Regie & Buch), Fabian Martin Anger (Bildgestaltung)
Sunnys Mutter ist tot. Allein streift die junge Frau durch die nächtlichen Gänge der Palliativstation, denn sie will auf die Ausstellung des Totenscheins warten. Neben surrenden Getränkeautomaten und leeren Bänken trifft sie auf Carla. Gemeinsam warten die beiden bis zum Morgen.
nonplace, 2025, 9 Min.
Experimentalfilm von Victoria Shved
Eine fragmentarische Rückkehr zu einem Sommerhaus in der Ukraine, das nur in Träumen und Erinnerungen existiert. Der Film erforscht, warum dieser Ort der Kindheit so tief im Unbewussten verankert ist, und verwischt die Grenzen zwischen Realität, Erinnerung und Traum.
Nuestra sombra, 2024, 20 Min.
Spielfilm von Agustina Sánchez Gavier
„Nuestra Sombra“ spielt vor dem Hintergrund einer Sonnenfinsternis, welche in der Provinz Misiones im Nordosten Argentiniens für Unruhe sorgt. Die dort lebenden Menschen sind von Ausbeutung und der Abholzung ihres Lebensraums bedroht. Die Hauptfigur Maria, eine Verkörperung der existenziellen Unsicherheit angesichts der hereinbrechenden Dunkelheit, reflektiert über die verborgenen Kräfte, die unsere Welt formen.
Red Wall Fiction, 2024, 20 Min.
Spielfilm von Victoria Xiang-Rui Ruhe (Regie und Buch), Martin Paret (Bildgestaltung)
„Red Wall Fiction“ ist eine filmische Meditation über die Fortsetzung und die Präsenz von Erinnerungen. Im Kontext der chinesischen Diaspora wird „Red Wall Fiction“ Zeugin von Erinnerungen an traumatische Erfahrungen in der Geschichte Chinas mittels Röntgenaufnahmen und einem Brief.
A RECONNAISSANCE, 2024, 28 Min.
Experimentalfilm von Stefan Kruse Jørgensen
Es gibt kaum Informationen über die militärische Langstrecken-Drohne Heron 1, die über dem Mittelmeer die Grenzen Europas überwacht. Was als Desktop-Recherche über diese Drohne beginnt, wird zu einer Untersuchung von Gegenwart und Zukunft der Überwachungstechnologie, bei der Frontex, der militärisch-industrielle Komplex und eine Planespotting-Community aufeinandertreffen. (Vision du Réel, Nyon)
Nach der Vorführung erzählen die anwesenden Regisseur*innen, Autor*innen und Bildgestalter*innen in einem Publikumsgespräch vom Entstehungsprozess ihrer Filme und stellen ihre Filmteams vor.