Mit einer interdisziplinären Rückverzauberung des Ortes, der Hinterfragung verlorener Zukunftsversprechen und der Erforschung sozialer Gefüge greift die Ausstellung Themen wie Gemeinschaft, Verfall und neue soziale Rituale in unserer Gesellschaft auf. Der Ausstellungstitel WITTERN verweist unter anderem auf die Witterung, der die im Außenraum, der Simultanhalle gezeigten Kunstwerke ausgesetzt sind. Die Präsentation konzentriert sich auf die Frühlings- und Sommermonate und macht die naturbedingten Einflüsse sichtbar.
Die Künstlerinnen Mira Siering und Nadine Karl machen das Gelände für die Ausstellung über einen Zeitraum von drei Monaten installativ erfahrbar: Sie verschränken skulpturale, landschaftliche und architektonische Ansätze miteinander und entwickeln fiktive Räume im gegenseitigen Dialog zwischen ihrer künstlerischen Praxis, dem Ort und seiner Nachbarschaft sowie der witterungsbedingten Veränderung.
Die Gegenüberstellung der dauerhaften Arbeiten wird durch performative Interventionen der Künstler:innen Darcy Neven, Philip Nürnberger und Mohamed Moe Sabbah am Performance-Tag (Sa., 20.06.2026) erweitert. Darcy Neven verbindet in ihren Dinner-Performances künstlerische Praxis mit sozialer Interaktion, welche bei einer gemeinsamen Mahlzeit ein einzigartiges, partizipatives Erlebnis erschafft. Philip Nürnberger lotet in seinen Literaturperformances die Grenzen zwischen Sprache, Körper und Raum aus – seine Arbeit Keine Ruinen mehr beschäftigt sich mit der Wahrnehmung und Transformation von Ruinen, im digitalen und analogen Raum. Moe Sabbahs Masken-Performances erkunden die vielschichtigen Identitäten und kulturellen Codes, die sich hinter dem Verhüllen und Enthüllen verbergen.
Die Simultanhalle ist ein Kunstverein in Köln und wurde 1983 als Projektraum gegründet. Im Fokus des Vereins steht die Förderung zeitgenössischer Kunst, die in unterschiedlichen Formaten wie Ausstellungen, Performances, Lesungen, Konzerten, Filmvorführungen und Workshops vermittelt wird und die Simultanhalle als Ort des Miteinander-Lernens prägt. Das Ausstellungsprogramm wird dabei nicht von einer singulären kuratorischen Linie geleitet, sondern repräsentiert diverse künstlerische Interessen und Entwicklungen, die sich stetig verändern.
Weitere Informationen und Ankündigungen auf: simultanhalle.de und auf Instagram:
@simultanhalle
Termine im Überblick:
30.5. ab 16 Uhr: Eröffnung
20.6. ab 17 Uhr: Performancetag
29.8. ab 14 Uhr: Closing
Kostenfreier Eintritt
Weitere Öffnungszeiten auf Anfrage (info@simultanhalle.de)