Das sagt der/die Veranstalter:in:

Tristesse ist Teil unserer Workshopreihe zur Erforschung von Emotionen durch Embodiment, kreatives, experimentelles Gestalten und Begegnung.

Begeben wir uns auf die etymologischen Spuren der Trauer: trüren im Mittelhochdeutschen bedeutet, den Kopf sinken zu lassen, die Augen niederzuschlagen; Im Gotischen zeigt uns driusan eine ähnliche Richtung: fallen, kraftlos werden. Trauer ist also nicht nur Gefühl – sie übersetzt sich in Haltung und Körperlichkeit. Ein Sinken. Ein Schwerwerden. Nach unten hin.

Sie kann abgrundtief sein, grundlos erscheinen, uns den Boden unter den Füßen entziehen, lähmen – und doch trägt sie zugleich die Ahnung einer Gegenbewegung. Trauer kommt leise oder überrumpelt uns. Sie spricht aus den Augen, breitet sich im Herzen aus, bittersüß, fällt wieder ab und durchdringt uns.

Trauer entsteht dort, wo etwas von Bedeutung war.

Wo etwas zerbrochen oder gegangen ist.

Sie ist Ausdruck von Verbundenheit – und von Verlust. 

In diesem Workshop geht es nicht darum, Trauer zu analysieren oder zu überwinden, nicht darum, Schmerz festzuhalten. Wir nähern uns ihr behutsam an: im Körper, durch kreativen Ausdruck und im gemeinsamen Austausch.

 

Uns begleiten die Fragen:

Wie ist deine Beziehung zur Trauer?

Wie zeigt sie sich? Hat sie Gewicht, Farbe, Temperatur, Richtung?

Was möchte betrauert werden?

Und was darf entstehen, wenn sie gehört wird?

 

Was dich erwartet

Sanfte Bewegung & Embodiment unterstützen dich darin, wahrzunehmen, ohne zu überfordern – und deinem eigenen Tempo zu folgen.

Aus dem Erleben heraus entsteht kreativer Ausdruck: durch Malen, Schreiben oder freies Gestalten.

Empathische Kommunikation eröffnet einen Raum, Trauer neu zu begegnen, als wichtiger Teil deines Gefühlskaleidoskops.

Du brauchst keinerlei künstlerische, körperliche oder theoretische Vorerfahrung – nur Offenheit für das, was sich zeigen möchte.

All genders are welcome.

 

Dauer: 5 Stunden inkl. Pause

Vor Ort: Material, Tee & Snacks sowie eine Suppe/Eintopf stehen bereit.

Dafür bitten wir um eine Spende nach eigenem Ermessen.

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Ela ist Trainerin für Empathische Kommunikation und Diversität mit Ausbildungen in der Gewaltfreien Kommunikation (GFK). Sie gestaltet Lern- und Erfahrungsräume mit einem bunten Methodenmix aus Achtsamkeit, GFK, Design Thinking und Rollenspielen. In ihren Sessions lädt sie dazu ein, die Beziehung zu dir selbst und anderen auf spielerische Weise zu erkunden. 

 

Georgiana hat eine Ausbildung in Expressive Arts Therapy (Life/Art Process), derzeit Studium der Kunsttherapie in Freiburg. Ihre Arbeit verbindet kreativen Ausdruck mit körperbasierter Praxis, inspiriert durch ihre Ausbildung in Hatha Yoga (Mexiko). In ihren Sessions lädt sie dazu ein, über Bewegung, Gestalten und Symbolarbeit mit dem Unbewussten in Kontakt zu treten.

 

Location

Friedensbildungswerk Köln Obenmarspforten 7-11 50667 Köln

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