FOTO: © Frank Rossbach

Verraten und verkauft – Zur Situation der Frauen in Afghanistan

Das sagt der/die Veranstalter:in:

Verraten und verkauft – Zur Situation der Frauen in Afghanistan
Das Schicksal der afghanischen Frauen war immer verknüpft mit den politischen Interessen der jeweiligen Machthaber im Land. In der patriarchalen, extrem frauenfeindlichen Tradition der afghanischen Gesellschaft werden sie schon lange als Eigentum ohne jegliche Menschenrechte betrachtet, das ungestraft ausgebeutet, verletzt, missbraucht oder getötet werden kann.
Zugleich wurden die Frauen von externen Akteuren systematisch instrumentalisiert, um militärischen Eingriffen einen humanitären Anstrich zu geben, ohne dass es je wirklich um eine nachhaltige Verbesserung ihrer Lebenssituation ging.
Seit ihrer Rückkehr an die Macht im Jahr 2021 haben die Taliban erneut praktisch alle Fortschritte im Land zunichte gemacht. Frauen sind seither gänzlich aus dem öffentlichen Leben verbannt. Für ihre dramatische Notlage und die fortgesetzten drastischen Verletzungen ihrer Menschenrechte interessiert sich die Weltöffentlichkeit nicht mehr.
Mit der Veranstaltung holen wir diese Wirklichkeit zurück ins politische Bewusstsein.
Im Gespräch mit der Journalistin Edda Dammmüller geht die Ethnologin und Autorin Shikiba Babori den historischen und aktuellen Gründen für die Situation der Frauen in Afghanistan nach. Sie berichtet über die Entwicklung nach 2022. Wie ist die Lage der Frauen heute?

Shikiba Babori ist in Kabul geboren und arbeitet als Journalistin, Ethnologin und Autorin. Seit über zwei Jahrzehnten berichtet sie regelmäßig aus Afghanistan, mit besonderem Fokus auf die Lebensrealitäten und Rechte von Frauen. Als Gründerin des afghanisch-deutschen Reporter:innen-Netzwerks *Kalima-News* engagiert sie sich für die Stärkung unabhängiger Medien und die Ausbildung junger Journalist:innen. In ihrem Buch Die Afghaninnen: Spielball der Politik analysiert sie die politische Instrumentalisierung afghanischer Frauen. Shikiba Babori zählt zu den profiliertesten Stimmen im deutschsprachigen Raum, wenn es um die Rechte von Frauen in Afghanistan geht.

Edda Dammmüller studierte Neuere und Osteuropäische Geschichte und Politikwissenschaft. Seit 1993 ist sie als Journalistin im Rundfunkprogramm des WDR tätig und moderiert dort u.a. das Landesmagazin Westblick auf WDR 5. Seit 2005 ist sie Autorin beim WDR-Zeitzeichen und Feature-Autorin bei Neugier genügt.

Moderation: Eva Creutz
Fotoaufnahmen:
Während der Veranstaltung werden Fotos gemacht.

Eine Kooperationsveranstaltung von DA!, Respekt und Mut, kom!ma e.V., Haus der Kulturen e.V. und Eine Welt Forum Düsseldorf e.V.

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Preisinformation:

Eintritt 5.- / ermäßigt und mit DA!-Mitgliedsausweis 2.-

Location

FFT Düsseldorf Konrad-Adenauer-Platz 1 40210 Düsseldorf

Organizer | Kollektiv

Düsseldorfer Aufklärungsdienst e.V.
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